Parkverstöße werden teurer, Parkgebühren nicht

Gifhorn  Gifhorner Knöllchen dürften bald teuerer werden, die regulären Parkgebühren will die Stadt nicht anfassen.

Zahlen, bitte – ein Gifhorner Parkscheinautomat.

Foto: Franz

Zahlen, bitte – ein Gifhorner Parkscheinautomat. Foto: Franz

Das Bundesverkehrsministerium erwägt, von April die Verwarngelder für Parkverstöße per Verordnung zu erhöhen. Speziell in Großstädten legten es Falschparker wegen hoher Parkgebühren darauf an, nicht zu zahlen und mit fünf Euro Strafe davonzukommen, lautet die Begründung.

In Gifhorn parkt es sich günstiger – dennoch: Kommt die Verordnung, werden die Knöllchen teurer.

„Tatsächlich steigen die Verwarngelder unmittelbar, ohne dass es einer weiteren Anpassung des Ortsrechts durch Satzung bedarf“, erklärt Erster Stadtrat Walter Lippe auf Anfrage. Die beabsichtigte gesetzliche Regelung werde also für alle Kommunen gelten.

Die gute Nachricht von Lippe; „Über eine Anhebung der Parkgebühren wird nicht nachgedacht.“ Die in Gifhorn seit jeher sehr günstigen Parkgebühren seien nicht zuletzt ein Instrument des Stadtmarketings und daher grundsätzlich ein sensibles Thema.

Aus Sicht der Verwaltung sollte es jedenfalls bei diesem günstigen Angebot für die Kunden, um dadurch für eine gute Auslastung der insgesamt 2200 citynahen Parkplätze und für eine gute Frequentierung der Innenstadt Gifhorns zu sorgen.

Noch ein paar Zahlen: Die Verwarngelder in Gifhorn summierten sich 2011 auf 117.000 Euro. Drei Politessen, zwei davon in Teilzeit, ahndeten rund 15.000 Verstöße. Für 2012 liegen noch keine Zahlen vor.

Das Aufkommen durch Parkgebühren auf städtischen Flächen betrug 2011 305.000 Euro. Die Parkraum- und Schwimmbadgesellschaft nahm 2011 im Parkhaus Hindenburgstraße und auf dem Parkplatz Schottische Mühle insgesamt 161.000 Euro Parkgebühren ein.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Captcha
    Weitere Artikel aus diesem Ressort