Randalierer aus Gifhorn brachte Polizisten zu Fall

Gifhorn  Ein Gifhorner Randalierer wurde vom Amtsgericht zu 1500 Euro Geldstrafe wegen Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungs-Beamte verurteilt.

Justizia ist die Verkörperung der Gerechtigkeit.

Foto: Peter Steffen/dpa

Justizia ist die Verkörperung der Gerechtigkeit. Foto: Peter Steffen/dpa

Nach handfester Randale im Hausflur eines Gifhorner Mehrfamilienhauses wurde dem 33-jährigen Gifhorner wegen Körperverletzung, Beleidigung und Widerstands gegen Vollstreckungs-Beamte vor dem Gifhorner Amtsgericht der Prozess gemacht.

Der stark alkoholisierte Angeklagte soll vor der Wohnung seiner Schwester randaliert haben. Weder ihr noch der hinzu gerufenen Polizei gelang es, den Mann mit einem Platzverweis zum Gehen zu bewegen. Beim Versuch, ihm beidseitig gestützt aus dem Haus zu komplementieren, brachte er sich und zwei Polizisten zu Fall. „Er hat sich erst hängen lassen wie ein nasser Sack und ist nach dem Sturz explodiert“, berichtete eine Polizistin vom abrupten Angriff.

Verbunden mit wüsten Beschimpfungen soll der Angeklagte ihren Kollegen mit Faustschlägen attackiert haben. Nachdem der Mann beim Sturz auf sie gefallen war, hatte die Frau mit Atemnot zu kämpfen. Beim Sturz ging zudem ihr Handy zu Bruch. Erst durch Einsatz von Pfefferspray war es gelungen, den Randalierer außer Gefecht zu setzen. „Ich erinnere mich nicht daran, dass ich bei meiner Schwester war“, berichtete der Angeklagte. „Ich weiß nur, dass ich im Krankenhaus mit brennenden Augen aufgewacht bin“. Er zweifelte die geschilderten Vorfälle nicht an und entschuldigte sich im Gerichtssaal bei allen Beteiligten. In der Klinik war bei dem Angeklagten ein Blutalkoholwert von 2,68 Promille festgestellt worden.

Vor Gericht bestritt er, ein Alkoholproblem zu haben. „So einen Wert erreicht man nur mit viel Übung“, hielt ihm die Richterin vor „Ich trinke fast nie, aber wenn dann nur Wodka“, entgegnete der einmal einschlägig vorbestrafte Gifhorner. Er wurde zu 1500 Euro Geldstrafe verurteilt. Darüber hinaus muss er an die Polizistin 250 Euro Schmerzensgeld zahlen.

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