Neubau des Gifhorner Brauhauses soll eingeschossig werden

Gifhorn  Weihnachtsfeiern sollten im brandgeschädigte Gifhorner Brauhaus gefeiert werden. So hatte es Eigentümer Klaus Schlifski geplant. Daraus wird nichts.

Am Gifhorner Brauhaus wird schon länger nicht mehr gearbeitet.

Foto: Westermann

Am Gifhorner Brauhaus wird schon länger nicht mehr gearbeitet. Foto: Westermann

Schon länger regiert rund um das brandgeschädigte Brauhaus der Stillstand. Die Internetseite verharrt im Status der Ankündigung. „Es gibt viel zu entdecken– wir laden Sie gern zu uns ein!“

Eigentlich sollten im von dem Großfeuer im März weitgehend verschonten Teil schon wieder Weihnachtsfeiern stattfinden. Das zumindest hatte Eigentümer Klaus Schlifski vor Monaten noch gehofft.

Und auch die Zeitplanung für den Neubau des inzwischen abgetragenen Teils wird sich verzögern. Die Hoffnung, noch in diesem Jahr einen Rohbau anstelle des vollkommen zerstörten, denkmalgeschützten Altbaus errichten zu können, haben sich zerschlagen.

Bauanträge liegen der Stadt jedenfalls bislang noch nicht vor, beschied der Erste Stadtrat Walter Lippe. „Bei uns ist nichts eingegangen.“ Das hänge wohl mit den nötigen Änderungen der bisherigen Vorstellungen zusammen.

Der Hauptgrund für die Verzögerung: Die ursprünglichen Planungen des Architekten Werner Tietge – zwei Geschosse, „etwas größer und lichter“ – haben sich als nicht haltbar erwiesen. „Aus Kostengründen“, sagte Eigentümer Schlifski. Er hat einen zusätzlichen Architekten hinzugezogen, der für den Neubau verantwortlich zeichnen soll. Genaues will er noch nicht preisgeben. Nur soviel: Es wird „eingeschossig, aber trotzdem ansehnlich“. Die Anträge bei der Stadt sollen „in den nächsten Tagen“ gestellt werden.

„Bis zum Schützenfest“ hoffe er, fertig zu sein, erklärte Schlifski. Etwas mehr als sechs Monate also – und auch Schlifski selbst wirkt ein wenig skeptisch, inwieweit das machbar sein wird. Sowohl der Winter als auch die Bewilligungszeit des Bauantrags könnten ihm einen Strich durch die Rechnung machen.

Dass die Weihnachtsfeiern im wenig beschädigten Teil nicht stattfinden, sei eine Entscheidung des Betreibers Werner Beilke gewesen. „Es hätten mobile Toiletten aufgebaut werden müssen“, das sei nicht haltbar gewesen, so Schlifski. Zudem müssten auch in diesem Teil Sanierungsarbeiten ausgeführt werden wie „eine neue Heizung und Lüftung. Wenn man so etwas einmal anpackt, taucht immer mehr auf.“

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