Lärmschutz in der Stadt Gifhorn ausreichend

Gifhorn  Lärm ist in Gifhorn eine weitgehend gefühlt hohe Belastung. Dieses Fazit ergibt sich nach Abschluss auch der zweiten Lärmkartierung.

Der Lärmpegel, der von der B 4 über die Celler Straße in Gifhorn ausgeht, ist unter anderem im Stadtgebiet gemessen worden.

Foto: Silberstein

Der Lärmpegel, der von der B 4 über die Celler Straße in Gifhorn ausgeht, ist unter anderem im Stadtgebiet gemessen worden. Foto: Silberstein

Dabei wurden die gesamte B 4 und die gesamte B 188 im Bereich des Stadtgebiets betrachtet. Die Verwaltung stellte die Zahlen im Ausschuss für Stadtentwicklung, Tiefbau und Liegenschaften vor. Für Wohngebiete sieht der Schallschutz im Städtebau einen mittleren Pegel von 45 bis 55 Dezibel vor – allerdings nur für neue Baugebiete, nicht für gewachsene Bebauung. Das Ergebnis der Verwaltung zeigt, „dass tagsüber rund 1500 und nachts 700 Personen höheren Lärmpegeln ausgesetzt sind“. Der Spitzenwert lag bei rund 70 Dezibel. Ergänzend gilt in den Richtlinien für Bundesstraßen ein Grenzwert von 60 bis 70 Dezibel. Wird der überschritten, ist zusätzlicher Lärmschutz Pflicht.

Am meisten betroffen sind die Celler Straße an der B 4-Brücke, die ehemalige BGS-Siedlung sowie der Bereich zwischen Ährenweg und Christinenstiftkreuzung. Allerdings, so die Aussage der Verwaltung, sind „handelsübliche Fenster“ ausreichend, um den Innenlärmpegel im Normalmaß zu halten. Nach dem Neubau der B-4-Brücke mit höheren Lärmschutzwänden werde sich die Lage zudem weiter verbessern.

Andreas Katsch-Herke fragte nach: „Und wie sieht das im Bereich Bruno-Kuhn-Straße aus? Wird es dort Lärmschutz geben?“ Fachbereichsleiter Mario Coling verneinte: „Für jedes neue Baugebiet gibt es obligatorisch ein Lärmgutachten mit vorgeschriebenen Abständen, die wir einhalten müssen. Es macht keinen Sinn, Straßen einzudeichen und dann stehen hinter dem Wall gleich die Häuser.“ Das Gros der Stadtentwicklung spiele sich ohnehin nicht in lärmbelasteten Bereichen ab.

Positiv betrachtete der Ausschuss einen Antrag der SPD, im Bereich der Allerwelle zehn weitere Parkflächen für Wohnmobile anzulegen. Das allerdings erst nach einer weiteren Beobachtungsphase. Kerstin Meyer (Kämmerei) fasste zusammen: „Der Platz ist begehrt, weil er etwas Neues und gebührenfrei ist – ob das so bleiben kann, wird sich zeigen. Und wieder wegfahren musste auch noch niemand.“ In die acht bestehenden Plätze flossen inklusive Zuleitungen 170 000 Euro. „Deutlich günstiger werden zehn neue Flächen nicht.“

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