Räumdienst: Der Winter kann kommen

Gifhorn  Drei, zwei, eins – Winter! Über Nacht ist er da, und auf den Straßen ist alles anders: Weiß, glatt, rutschig, unübersichtlich.

Salzvorräte, Fuhrpark und Personaleinsatzplan sind für eine schnelle Reaktion auf den ersten Wintereinbruch vorbereitet.

Foto: Alisch

Salzvorräte, Fuhrpark und Personaleinsatzplan sind für eine schnelle Reaktion auf den ersten Wintereinbruch vorbereitet. Foto: Alisch

Damit der Verkehr dennoch sicher rollt, bereiten sich die Kreisstraßenmeistereien und der Gifhorner Abwasser- und Straßenreinigungsbetrieb ASG intensiv auf den Räum- und Streudienst vor. Eine schnelle Reaktion auf den ersten Schnee und Blitzeis ist garantiert.

Der ASG übernimmt die Straßen und Wege in der Kernstadt, vereinzelt auch in Gamsen und Kästorf. „Grundsätzlich ist der Winterdienst in den Ortsteilen aber Sache der Anlieger“, betont Geschäftsführer Peter Futterschneider.

Der Einsatzplan umfasst 60 Kilometer Durchgangs- und Sammelstraßen und 80 Kilometer Nebenstraßen, dazu Radwege, Fußgängerzone, Ampelflächen und Bushaltestellen. Dafür hat der ASG in der Halle am Wilscher Weg 500 Tonnen Streusalz und 150 Tonnen Sand-Salz-Gemisch gebunkert.

Mit Unterstützung des städtischen Bauhofs kann Futterschneider 40 Mitarbeiter aufbieten. Sie setzen zwei Unimogs, drei Kleintrecker und fünf Pritschenwagen ein. Bei Bedarf kommen ein Unimog und ein Räumfahrzeug eines Lohnunternehmers dazu. Einsatzbeginn ist laut Futterschneider morgens um 3.30 Uhr. „Der Einsatzleiter prüft die Wetterlage. Danach wird entschieden, ob am Folgetag die Winterdienstrufbereitschaft aktiviert wird.“ So wird niemand kalt erwischt.

Die Kosten des Winterdiensts schwanken je nach Härte des Winters. Im langjährigen Durchschnitt sind es laut Futterschneider 176.000 Euro. 2010 aber waren es 350.000 Euro, 2011 dafür nur 140.000 Euro. Und 2012, dessen Dezember noch teure Schneefälle bringen könnte, waren es seit Jahresanfang 80.000 Euro.

Für den Landkreis stehen laut Abteilungsleiter Uwe Peters in den Kreisstraßenmeistereien Meine und Knesebeck je 850 Tonnen Salz für den Streudienst zur Verfügung.

Im Südkreis stellen elf Mitarbeiter sowie die Fahrer von Vertragsfirmen mit zwei kreiseigenen und drei Fremdfahrzeugen den Winterdienst auf 200 Kilometer Strecke sicher. „In zwei Schichten rund um die Uhr“, erklärt Peters. Für einen effizienten Ablauf gibt es mit Gemeinden, Nachbarkreisen und der Landesbehörde für Straßenbau Absprachen, wer sich um welche Straßen kümmert. Streckentausch heißt das Prinzip.

Im weiten Nordkreis räumen 19 Kreisbeschäftigte und Fahrer der Auftragsfirmen mit zwei kreiseigenen und drei Fremdfahrzeugen 246 Kilometer Kreis- und Gemeindestraßen frei, ebenfalls im 24-Stunden-Dienst.

Im Winter 2011/2012 zahlte der Kreis Gifhorn 130 000 Euro für den Winterdienst, allerdings ohne Personal- und Sachkosten.

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