Papenteicher Familienvater verbreitete Kinderpornografie

Gericht verurteilte den Mann zu einer Bewährungsstrafe – 500 Euro muss er an den Kinderschutzbund zahlen

GIFHORN. Wegen Verbreitung und Besitzes von 500 Video- und Bilddateien mit kinderpornografischen Darstellungen musste sich ein 36-jähriger Familienvater aus dem Papenteich vor Gericht verantworten. Mit diesen Abbildungen war er in einschlägigen Tauschbörsen tätig.

Im Rahmen einer großangelegten Ermittlung übers Internet war die Polizei auf ihn aufmerksam geworden. Bei der anschließenden Hausdurchsuchung waren Beweise sichergestellt worden, die jetzt zur Anklage führten. "Was sie bei ihrem Kind nicht wollen, dass sollten sie auch anderen Kinder nicht zumuten, indem sie durch Aufrufen derartiger Seiten die Nachfrage ankurbeln", gab Richter Martin Hartleben dem Vater einer Tochter im Grundschulalter mit auf den Weg. Zuvor hatte dieser mit der Feststellung: "Ich war einfach dumm", ein umfassendes Geständnis abgelegt.

Aus Sicht der Staatsanwaltschaft war bei der Strafzumessung erschwerend zu berücksichtigen, dass sich auch Fotos von Kleinkindern in der "Sammlung" befunden hatten. "Der Computer ist bei ihnen Tatwaffe, wie bei anderen die Pistole", erklärte der Richter, worauf der Angeklagte der außergerichtlichen Einziehung des Computers zustimmte.

Der bisher nicht vorbestrafte Mann wurde zu einer neunmonatigen Haftstrafe verurteilt, die für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde. Weiterhin muss er 500 Euro an den Kinderschutzbund zahlen.

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