Solar-Mülleimer für eine saubere Stadt

Heidberg  Der Bezirksrat Heidberg-Melverode beantragte die modernen Abfallbehälter.

Helmut Blöcker (Grüne) wünscht sich für Braunschweig die Einführung von Solar-Mülleimern.

Foto: German EcoTec GmbH.

Helmut Blöcker (Grüne) wünscht sich für Braunschweig die Einführung von Solar-Mülleimern. Foto: German EcoTec GmbH.

Lärm, Parkplatzprobleme, Müll – das sind die Hauptprobleme am Heidbergsee, für die der Bezirksrat eine Lösung fordert (wir berichteten). Um zumindest das Überquellen von Mülleimern zu vermeiden, hat das Gremium auf Antrag von Helmut Blöcker (Grüne) jetzt die Verwaltung zur Aufstellung von solarbetriebenen Abfallbehältern aufgefordert.

„Big Belly Solar“ heißt das Modell, auf das Blöcker beim Surfen im Internet gestoßen ist. „Ich fand die Idee dieses solarbetriebenen Mülleimers sehr interessant. Bei You Tube habe ich mir erstmal einige Videos angesehen“, erzählt der Ratsherr und stellvertretende Bezirksbürgermeister von Melverode und dem Heidberg.

Die Innovation kommt aus den USA und hat sich dort laut Angaben des Herstellers in der mittlerweile fünften Generation 9000-fach bewährt. Die Technologie der Big Bellys ist durch Patente geschützt. In Deutschland vertreibt die Firma German EcoTec die Solar-Abfallbehälter exklusiv. In Hamburg wurden die Mülleimer vor zwei Jahren erstmals in Deutschland montiert – mittlerweile stehen in der Hansestadt rund 185 Stück. Städte wie Kiel, Düsseldorf, München, Münster, Bielefeld Bremen und viele weitere zogen nach.

Das Besondere: Nur eine Stunde Sonnenlicht pro Monat genügt laut Hersteller, um das System zu betreiben. Über eine solarbetriebene Presse wird der Abfall im Behälter bis um das Siebenfache verdichtet. Eine optische Füllstands-Anzeige gibt Auskunft über den Befüllungsgrad, und das System lässt sich obendrein über das Internet steuern und überwachen.

„An bestimmten Punkten ist das eine sinnvolle Sache“, findet Blöcker und denkt in seinem Heimatbezirk an Stellen wie den Heidbergpark oder den Erfurtplatz. Die rund 4500 Euro für einen Mülleimer sieht er nicht als Hindernis an. Schließlich komme das Geld durch geringere Leerungsintervalle wieder rein. Weitere Einnahmen entstünden durch den Verkauf von Werbeflächen auf der Außenseite des Mülleimers. „Warum sollte man solch neuen Vorschlägen gegenüber nicht aufgeschlossen sein?“, meinte Felix Nordheim von der CDU-Bezirksratsfraktion. Sie unterstützte wie alle anderen Blöckers Initiative. Ob diese realisiert wird, bleibt abzuwarten.

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