Braunschweig bekommt 2018 ein Start-up-Zentrum

Braunschweig  Pro Jahr sollen mindestens sechs Jungunternehmen umfassend betreut werden – vor allem aus der Mobilitätsbranche. Das Land hat die Förderung zugesagt.

Die junge Braunschweiger Firma JPM Silicon (im Bild Alina Fromm und Mathias Hehle) hat sich auf das Recycling von Silizium spezialisiert.

Foto: Florian Kleinschmidt/BestPixels.de

Die junge Braunschweiger Firma JPM Silicon (im Bild Alina Fromm und Mathias Hehle) hat sich auf das Recycling von Silizium spezialisiert. Foto: Florian Kleinschmidt/BestPixels.de

Niedersachsen will seine Gründerszene weiter voranbringen. Landesweit sollen daher in Kürze drei bis vier Start-up-Zentren Landesförderung entstehen – eines davon in Braunschweig. Wie Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa am Freitag mitteilte, hat die Stadt vom Land die Zusage für eine Förderung von insgesamt rund 170 000 Euro in den nächsten zwei Jahren erhalten. Die gleiche Summe stellt die Stadt bereit.

Den Antrag hatte die Braunschweig Zukunft GmbH in enger Abstimmung mit dem Entrepreneurship Center der Ostfalia Hochschule und der TU Braunschweig eingereicht. Das neue Start-up-Zentrum soll 2018 im städtischen Technologiepark untergebracht werden.

Leppa zufolge wird es sich vor allem an junge Unternehmen aus der Mobilitätsbranche richten. Pro Jahr sollen mindestens sechs technologieorientierte Jungunternehmen umfassend betreut werden, die mit einem innovativen Geschäftsmodell einen schnellen, nachhaltigen Wachstumskurs anstreben.

„Sie sollen neben professioneller Beratung zu betriebswirtschaftlichen, technischen und juristischen Fragen unter anderem auch ein Training zur Vorbereitung auf Gespräche mit Investoren erhalten“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Die Betreuung soll in der Regel nicht länger als sechs Monate dauern. Das Start-up-Zentrum vermittle auch Kontakte zu möglichen Partnern und Kapitalgebern. Außerdem soll es ein Bindeglied zwischen Start-ups und etablierten Unternehmen aus Braunschweig und der Region werden.

Im Technologiepark profitieren die Start-ups neben der Beratung auch von kostenlosen Büroräumen inklusive moderner Infrastruktur. „Damit binden wir das Start-up-Zentrum in das Gründerquartier ein, in dem es eine ganze Reihe von Gründerorten gibt, an denen Tüftler und Kreative auf Gleichgesinnte und Mitstreiter treffen“, so Gerold Leppa. Zum Gründerquartier am Rebenring gehören unter anderem die Erfinderwerkstatt Protohaus, der Hackerspace Stratum O – und gleich nebenan ist auch die TU.

Auch an zwei anderen Standorten in Braunschweig werden Gründer besonders unterstützt: Im BioTec-Gründerzentrum in Stöckheim bietet das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung Platz für junge Unternehmen. Und auch im Rollei-Zentrum für Existenzgründer an der Salzdahlumer Straße können junge Unternehmen vergünstigt Flachen anmieten.

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