Lkw krachen aufeinander – Drei schwere Unfälle auf der A2

Braunschweig  Innerhalb weniger Stunden kracht es zwischen den Anschlussstellen Flughafen und Hafen drei Mal. Es entsteht 150 000 Euro Schaden.

Die seit Jahren anhaltende Unfall-Serie auf der Autobahn 2 in Höhe Braunschweig reißt nicht ab. Innerhalb weniger Stunden ereigneten sich in der Nacht zu Dienstag und am Dienstagmorgen drei Unfälle auf der A 2, bei denen insgesamt sechs Menschen verletzt wurden. Polizeiangaben zufolge entstand etwa 150 000 Euro Schaden.

Während der Bergungsarbeiten musste die Richtungsfahrbahn Hannover mehrere Stunden gesperrt werden. Erst nach Abschluss der Aufräumarbeiten gegen 8.25 Uhr rollte der Verkehr zunächst einspurig an der Unfallstelle vorbei.

Erster Unfall um 23.30 Uhr

Laut Polizei ereignete sich die erste Karambolage gegen 23.30 Uhr zwischen den Anschlussstellen Flughafen und dem Kreuz Braunschweig-Nord. Ein 22-jähriger Autofahrer aus Wuppertal, der auf der linken Überholspur Richtung Hannover unterwegs war, kam mit seinem Opel Astra ins Schleudern, als ein neben ihm fahrender Klein-Lkw der Marke Fiat Ducato nach links auf seine Spur herüberzog. Daraufhin habe der 22-Jährige das Lenkrad verrissen, so die Polizei. Er prallte mit seinem Pkw frontal gegen einen polnischen Sattelzug. Der Pkw blieb anschließend zertrümmert auf dem Mittelstreifen stehen.

Der 22-Jährige wurde schwer, seine beiden Mitfahrer (30 und 35 Jahre alt) wurden leicht verletzt. Die Polizei sperrte anschließend den Haupt- und Mittelfahrstreifen der A2. An dem Engpass bildete sich ein Stau.

Zweiter Unfall um 1 Uhr

Kurz vor 1 Uhr bemerkt der 44 Jahre alte Fahrer eines rumänischen Schwertransports ohne Polizeibegleitung das Stauende zu spät. Er wich mit seinem 18-Tonner nach links aus und prallte auf einen stehenden polnischen Silolaster und anschließend noch gegen einen mit drei Personen besetzten Personenwagen aus Russland, der sich dadurch einmal um die eigene Achse drehte. Anschließend stieß der Schwertransport in die linke Schutzplanke. Der Pkw wurde zwischen einem Schwertransporter und einem Lkw eingeklemmt. Zwei Insassen (29 und 34 Jahre alt) wurden leicht verletzt. Der 44-jährige Fahrer des Schwertransports wurde mit schweren Schnittverletzungen in die Intensivstation des Klinikums Holwedestraße eingeliefert. Er war bis zum Abend nicht vernehmungsfähig. Nach der anschließenden Vollsperrung der A2 wurde der Verkehr in Richtung Hannover an der Anschlussstelle Flughafen abgeleitet.

Dritter Unfall um 9.40 Uhr

Zum dritten Mal krachte es gegen 9.40 Uhr auf der A 2 – zwischen den Anschlussstellen Braunschweig-Nord und Hafen. Vier Lkw fuhren laut Polizei aufeinander. Verletzt wurde niemand. Laut Polizei mussten die Fahrer zweier Sattelzüge aus Polen und der Slowakei wegen hohen Verkehrsaufkommens abbremsen. Ein folgender Sattelzug aus Deutschland, dessen Fahrer (63) die Situation zu spät erkannte, fuhr auf. Schließlich krachte noch ein 36 Jahre alter Fahrer aus der Ukraine mit seinem Sattelzug in die Unfallstelle. Alle beteiligten Lastwagen mussten abgeschleppt werden. Während der Unfallaufnahme und der Bergungs- und Aufräumarbeiten bildete sich zeitweise ein über zehn Kilometer langer Stau.

Ab 15.30 Uhr lief der Verkehr in Richtung Hannover wieder störungsfrei, teilte die Polizei mit.

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