Früheres Hotel „Monopol“ wird wieder Gästehaus

Braunschweig  Das jetzige Bürogebäude am Friedrich-Wilhelm-Platz soll 2015 wieder ein Gästehaus werden. Der Umbau beginnt Anfang 2015

Ein neuer Paukenschlag in der Braunschweiger Hotel-Szene kündigt sich an. Nach Informationen unserer Zeitung plant der Eigentümer des Büro- und Geschäftsgebäudes am Friedrich-Wilhelm-Platz, Ecke Kalenwall eine Wiedereröffnung des in den 1970er Jahren geschlossenen legendären „Hotel Monopol“.

Ein Vertreter der RH Objektverwaltung GmbH, Nürnberg kündigte das jetzt den Teilnehmern des Quartierforums im Friedrich-Wilhelm-Viertel mit. Bereits Ende 2015 soll das einstige Bahnhofshotel wieder eröffnen. Das für seine Hotelvielfalt bekannte frühere Bahnhofsviertel erhält damit ein namhaftes Haus zurück.

Das sagt der Eigentümer

Nach einer intensiven Marktanalyse sei man zu der Überzeugung, „dass an diesem exponierten Standort ein Hotel Sinn macht“, sagte Hauseigentümer Walter F. Steinmüller. Man habe ein Hotelkonzept erarbeitet, dass sich an die Bedürfnisse des Braunschweiger Hotelmarkts angepasst.

Die Planung sehe vor, dass der Innenhof ein Glasdach erhält, um das kulturelle und gastronomische Konzept zu erweitern Vorgespräche mit Denkmalschutz, Feuerwehr und Baubehörde seien positiv verlaufen. Zum Jahresbeginn solle mit den Umbauarbeiten begonnen werden.

So entstand das Hotel

Das Hotelgebäude wurde 1889 nach Plänen von Constantin Uhde (1836-1905) am Friedrich-Wilhelm-Platz erbaut, der erst wenige Jahre zuvor, 1880, entstanden war, als man die bis dahin mitten durch die Innenstadt fließende Oker zuschüttete. Es gehört in eine Reihe namhafter Häuser in diesem Viertel wie Kaiserhof, Wartburg, Zur Börse, Frühlings-Hotel und das Bahnhofshotel, die zum Teil im Krieg zerstört und nicht wieder aufgebaut wurden.

Das Hotel wurde in den 70er Jahren geschlossen, nachdem der Bahnhof im Oktober 1960 ans andere Ende der Stadt verlegt worden war und das Haus seinen Standortvorteil verlor.

Nach einer Sanierung Ende der 1980er Jahre wurde das Gebäude zuletzt als Büro- und Geschäftshaus genutzt. Nun wird es einen Beitrag leisten, um die zuletzt angespannte Hotelsituation in Braunschweig zu verbessern.

So ist derzeit die Hotel-Situation

Nach der Schließung des Mövenpick-Hotels im März und dem Wegfall von 250 Betten verfügt Braunschweig aktuell über 45 Hotels und Pensionen. 3872 Gästebetten stehen in diesen Betrieben zur Verfügung. Doch die Übernachtungszahlen steigen und steigen. Im vergangenen Jahr checkten in Braunschweiger Hotels insgesamt 293 040 Personen ein – 4,3 Prozent mehr als im Vorjahr.

Wie berichtet, wird die Centro Gruppe auch deshalb am Welfenhof, im Gebäude des früheren „Mövenpick“ 2015 ein neues Hotel eröffnen.

Was ist mit dem Kongress-Hotel?

HOTEL MONOPOL

Das 1889 erbaute Hotel wurde von Constantin Uhde (1836-1905) entworfen. Das mit hohen Rundbogenfenstern versehene Erdgeschoss ist von den vertikal gegliederten Obergeschossen abgesetzt. Der Eingang ist mit einem turmartig ausgebildeten Erker akzentuiert. In der Ornamentik dominieren Zierformen der Neorenaissance.

Im Brawo-Park soll ein Intercity-Hotel entstehen. Doch was ist mit dem geplanten Kongress-Hotel an der Stadthalle? Baustart sollte hier im September 2014 sein. Auf Anfrage erklärt hierzu die Nibelungen Wohnbau, die Verträge zwischen Investor und Eigentümer seien noch immer nicht endgültig ausgehandelt, so Geschäftsführerin Maren Sommer.

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