Neues Medienhaus offiziell eröffnet

Braunschweig  Von der Hamburger Straße in die Braunschweiger Innenstadt: Heute wurde das neue BZV-Medienhaus offziell eröffnet. Unser Liveticker zum Nachlesen.

+++14:45+++ Damit beenden wir unseren Liveticker und bedanken uns herzlich für Ihr Interesse.

+++14:20+++ Während sich die Gäste nun am Büffet bedienen, laufen die Druckerpressen in unserem Druckzentrum schon auf Hochtouren. Dort wird zur Stunde eine aktuelle Sonderbeilage produziert, die noch während der Veranstaltung verteilt werden soll.

+++14:13+++ Die Braunschweiger Dompredigerin Cornelia Götz sagt, ein Haus zu segnen sei zwar nicht protestantisch – aber den Menschen, die in diesem Haus ein- und ausgehen, arbeiten, denken, Meinungen bilden und Urteilsfindung begleiten, Gottes Segen für ihr Tun und Lassen zu wünschen, sehr wohl. „So möge, was hier geschieht und von hier ausgeht der Stadt Braunschweig Bestes suchen, dem Frieden dienen und für die Zukunft förderlich sein“, sagt sie. „Möge es gelingen, bei der Wahrheit zu bleiben und unserem Nächsten zu dienen, wer immer es ist. Und möge in allen Herausforderungen und Schwierigkeiten nicht vergessen werden, dass Gott uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben hat, sondern einen Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“

+++14:11+++ Hayri Aydin, der Vorsitzende des Rats der Muslime in Braunschweig, sagt: „Ich wünsche Ihnen, dass Sie auch zukünftig immer zuerst fragen: Wer will was wissen?, und immer den Menschen im Blick haben. Keinen Tag soll es geben, an dem Sie sagen müssen: Niemand ist da, der uns hört. Keinen Tag soll es geben, an dem Sie sagen müssen: Niemand ist da, der uns liest. Keinen Tag soll es geben, an dem Sie sagen müssen, niemand ist da, der uns hilft.“

+++14:10+++ Renate Wagner-Redding, die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Braunschweig, sprach in Vertretung für Landesrabbiner Jonah Sievers: „Herr der Welt: Gib, dass alle die hier arbeiten, dies zusammen in Harmonie und zum Wohle unserer Stadt tun. Er möge allen Mitarbeitern bei ihrer schwierigen Suche nach der Wahrheit beistehen, auf dass sie niemals das Gebot „Du sollst nicht als Verleumder in deinem Volke umhergehen“ (Lev 19,16) überschreiten und die Macht ihrer Worte immer weise abwägen: „Durch Weisheit wird ein Haus gebaut, durch Verstand wird es erhalten. Durch Klugheit werden die Kammern gefüllt mit allerlei wertvollen, köstlichen Gütern“ (Spr. 24,3-4).“ Für die Katholiken spricht Propst Reinhard Heine: „Segne dieses Haus. Erfülle die Menschen, die in ihm ein und ausgehen, mit dem Geist der Wahrheit und der Liebe. Lass dieses Haus ein Ort eines respektvollen und wertschätzenden Umgangs miteinander sein.“

+++14:08+++ Den Reden im Kongresscenter folgen vier interreligiöse Segenswünsche, eingeleitet vom ehemaligen Braunschweiger Domprediger Joachim Hempel: „Das waren noch Zeiten, als Sprücheklopfer auch an der Langen Straße zwischen Andreas, Petri und der Franziskaner-Klosterkirche gut zu tun hatten: Kein Fachwerkhaus ohne Sinnspruch und Segenswort über Tür und Tor: ehrbares Handwerk!“, sagte er. „Diese Form der Sprücheklopfer ist ausgestorben. Aber wer zurückkehrt von der Peripherie in die Mitte der alten Stadt – der hat Anspruch auf einen Glück- und Segenswunsch fürs Haus und für alle, die hier ein- und ausgehen. Und dieser Segenswunsch kommt von Juden, Christen und Muslimen gemeinsam, je in eigener Art, aber doch wohl erstmalig für ein Presse- und Medienzentrum in Deutschland eben gemeinsam: Segenssprücheklopfer des 21. Jahrhunderts mitten in unserer geliebten Stadt!“

+++13:57+++ Regionale Zeitungen seien in Deutschland unverzichtbar für die Meinungsbildung und das Funktionieren der Demokratie, so Markurth. Natürlich gebe es immer wieder Spannungen zwischen Medien und Politik, gleichwohl existiere aber auch eine Symbiose. Der OB bedankt sich für die faire Berichterstattung in der Vergangenheit und wünscht viel Erfolg für die Zukunft.

+++13:55+++ Markurth betont, dass das BZV-Medienhaus städtebaulich ein wichtiger Impuls für Braunschweig sei. Er gehe davon aus, dass es das Stadtleben bereichere. "Das Medienhaus ist in das Herz der Stadt zurückgekehrt - da gehört es auch hin." Auch das neue Druckzentrum sei ein wichtiges Signal für die Region gewesen, so Markurth.

+++13:50+++ Braunschweigs Oberbürgermeister Ulrich Markurth tritt ans Rednerpult.

+++13:45+++ Weil geht in seiner Rede besonders auf das Konzept der Bürgerzeitung ein: „Was mich besonders beeindruckt, allerdings mitunter auch besonders fordert, ist der intensive Kontakt, den Sie zu Ihren Leserinnen und Lesern suchen und pflegen“, sagt er. „Wenn Sie mir über unsere Pressestelle einen Katalog von Leserfragen zuleiten, müssen wir uns warm anziehen.“

+++13:42+++ Weil: "Wir sind noch nicht am Ende dieses Umbruchs." Die Veränderungen in der Medienlandschaft seien nicht nur eine Herausforderung für die Branche, sondern auch für die Politik.

+++13:40+++ Weil geht auf den Rückgang der Auflagenzahlen und der Werbeeinnahmen bei den Tageszeitungen ein: „Dafür gibt es einen höchst bedeutsamen Grund: Wir erleben derzeit nicht weniger als eine Kulturrevolution. Das Medienverhalten einer ganzen Generation hat sich sehr grundsätzlich verändert.“ Dies sei aber weder das Ende der gedruckten Zeitung noch des Qualitätsjournalismus. Die Vermischung von Print und Online werde weitergehen, ebenso die Erwartung einer ständigen Aktualisierung von Inhalten. „Vor diesem Hintergrund kann ich nur dazu ermutigen, den richtigen Weg der bezahlten Online-Nutzung weiter zu beschreiten. Wir müssen das Bewusstsein für den Wert von Qualitätsjournalismus im Internet gemeinsam deutlich stärken“, sagte Weil.

+++13:38+++ Ministerpräsident Stephan Weil betritt die Bühne. "Jede Großstadt ist gut beraten, wenn sie mit einem markanten Gebäude aufwarten kann", sagt er und spricht über die Bedeutung der Einweihung eines Medienhauses in der heutigen Zeit. Weil: Das Land Niedersachsen ist sehr vielfältig. Die Landesregierung hat ein starkes Interesse an einer regionalen Medienlandschaft."

+++13:32+++ Geschäftsführer Wahls macht deutlich, dass das neue BZV-Medienhaus ein Haus der Leser und ein Haus der Kunden des Verlags ist. „Und unser neues Medienhaus ist ein Ort der Kultur. Wir werden es für Bildung einsetzen, mit unseren Produkten, aber auch mit unseren zahlreichen Leserprojekten, mit denen wir Jahr für Jahr zehntausenden von Schülern und Auszubildenden die Möglichkeit geben, einen kompetenten Umgang mit Medien zu erwerben und damit am gesellschaftlichen Leben aktiver teilzunehmen.“ Schon im nächsten Jahr sollen zahlreiche Veranstaltungen stattfinden, etwa Lesungen, politische Foren, Bildungsveranstaltungen.

+++13:22+++ Zum Gebäudekonzept erläutert Wahls, dass die Büroflächen im Vergleich zum alten Pressehaus an der Hamburger Straße um 45 Prozent reduziert und der Energieverbrauch um 75 Prozent gesenkt werden konnten. Dies sei ein großer Beitrag zum Umweltschutz leisten: „Die Arbeitsabläufe sind im Gebäude perfekt nachgebildet und sie führen so zu einer wesentlich höheren Effizienz als in der Vergangenheit.“

+++13:20+++ Mit dem neuen Standort in der Innenstadt könne die Bürgerzeitung noch intensiver den Dialog mit den Menschen aufnehmen, betont Geschäftsführer Harald Wahls. „Der Dialog mit den Menschen in der Region steht für uns im Vordergrund und dieses nicht nur medial über die Zeitung oder über das Internet, sondern auch im persönlichen Kontakt“, sagt er im Konferenzcenter des neuen BZV-Medienhauses. „Dieses Haus, in dem wir uns heute befinden, ist Ausdruck dieses Konzeptes. Denn die Transparenz der Architektur und die Möglichkeiten, Großveranstaltungen für unsere Leser in unserem Haus durchzuführen, gibt uns die Voraussetzung, mit den Menschen noch stärker ins Gespräch zu kommen und ihnen und der Region somit noch besser zu dienen.

+++13:16+++ Harald Wahls, Geschäftsführer des BZV-Medienhauses, erinnert in seiner Eröffnungsrede daran, dass Druckerei und Verlag der Zeitung lange im Zentrum der Stadt residierten, nämlich am Hutfiltern – nicht weit entfernt vom neuen Standort. „Erst im Jahr 1981, als eine neue Drucktechnik nicht mehr in das Gebäude am Hutfiltern passte, zog man in den großflächigen, für die Zukunft ausgelegten Bau an der Hamburger Straße“, sagt er. „Die digitalen Produktionsmöglichkeiten haben uns dazu bewogen, im letzten Jahr unsere neue Druckerei am Stadtrand Braunschweigs in Betrieb zu nehmen und jetzt der Tradition zu folgen, mit dem Verlag und der Redaktion wieder in die Innenstadt Braunschweigs zurückzukehren.“

+++13:11+++ BZV-Geschäftsführer Harald Wahls steht auf der Bühne und begrüßt die zahlreichen Gäste. "Die Innenstadt bekommt mit diesem neuen Gebäude einen charaktervollen Bau für eine charaktervolle Stadt."

+++12:56+++ Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil ist eingetroffen.

+++12:35+++ Gegenüber der früher genutzten Bürofläche wurde die Fläche im neuen BZV-Medienhaus um 45 Prozent reduziert - bei gleicher Mitarbeiteranzahl. Dadurch und durch moderne Gebäudeklimatisierung steigt die Energieeffizienz um 75 Prozent.

+++12:31+++ Joachim Wrensch, Geschäftsführer der Buchhandlung Graff, freut sich über die neue räumliche Nähe zur Zeitung. "Außerdem ist hier jetzt neues Leben entstanden. Davon profitiert die Innenstadt", sagt er.

+++12:20+++ Dr. Heinrich Kintzi, Ombudsrat unserer Zeitung und ehemaliger Generalstaatsanwalt, findet das neue BZV-Medienhaus sehr gelungen: "Es besticht durch Einfachheit und Eleganz. Dadurch ist es in gutem Sinne ein Schmuckstück."

+++12:08+++ Ausgelassene Stimmung bei Sekt und Canapés. Die Gäste unterhalten sich angeregt.

+++11:52+++ Die ersten Gäste sind eingetroffen, das Foyer füllt sich allmählich.

+++11:44+++ Im Foyer läuft gedämpfte Musik. Alles ist für den Empfang der Gäste bereit.

+++11:31+++ In einer Viertelstunde beginnt der Einlass.

+++11:10+++ Bevor es gleich richtig losgeht, noch ein paar Fakten zum Haus: Die etwa 300 Mitarbeiter sind auf einer Fläche von 9480 Quadratmetern untergebracht (inklusive Konferenzbereich). 450 Telefone und über 300 Notebooks und Festrechner haben die IT-Spezialisten für die Mitarbeiter installiert – viele davon am Umzugswochenende.

+++10:37+++ Wer die Lange Straße stadteinwärts fährt, wird von nun an quasi im Vorbeigehen aktuell informiert. Das gilt für die Gäste der Eröffnungsfeier wie für Passanten. Denn an der Ecke Lange Straße / Gördelingerstraße hängt nun eine 22 Quadratmeter große Mediawall, das digitale Aushängeschild unseres Hauses. Ein Blick hierauf genügt und Sie bekommen eine aktuelle Nachricht präsentiert - 24 Stunden am Tag.

[kein Linktext vorhanden] +++10:11+++ Im Erdgeschoss und im Empfangsbereich des neuen BZV-Medienhauses laufen die letzten Vorbereitungen für die große Eröffnung. Neben Ministerpräsident Stephan Weil und Braunschweigs Oberbürgermeister Ulrich Markurth zählen Braunschweigs ehemaliger Domprediger Joachim Hempel, Renate Wagener-Redding (Jüdische Gemeinde), Probst Reinhard Heine (Katholische Kirche), Hayri Aydin (Rat der Muslime) sowie Dompredigerin Cornelia Götz zu den Gästen.

+++9:53+++ Das Haus ist auf einem 3800 Quadratmeter großen Grundstück entstanden. Es wurde von dem Braunschweiger Architektenbüro O.M. Architekten um Rainer Ottinger entworfen. Investor ist die Firma Staake Investment.

+++9:41+++ Wir werfen zunächst einmal einen Blick zurück: Baubeginn war im Oktober 2011. Ein Zeitraffervideo zeigt den Weg von der Baugrube bis zur Fertigstellung - in einer Minute.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Captcha
Leserkommentare (32)
    Weitere Artikel aus diesem Ressort