Feuer in der Tiefgarage zerstörte 220 Autos

Braunschweig  5 Millionen Euro Schaden richtete das Feuer am Donnerstag in der Magni-Tiefgarage an. Bis zu 220 Autos könnten unbrauchbar sein.

Der Großbrand in der Magni-Tiefgarage am Donnerstag hat verheerenden Schaden angerichtet: Die Flammen haben 220 Autos zerstört. Die Polizei sprach am Freitag von 5 Millionen Euro Schaden.

Die Stadt als Eigentümerin hat das Parkhaus mit 450 Stellplätzen in bester Innenstadtlage am Freitag bis „auf Weiteres geschlossen“. Das zweite Untergeschoss muss nach Angaben von Betreiber Volkmar von Carolath komplett saniert werden. Die Polizei geht davon aus, dass alle 220 dort abgestellten Autos nicht mehr genutzt werden können und als Sondermüll entsorgt werden müssen.

Rauchgas und Ruß haben auch das obere Deck schwer in Mitleidenschaft gezogen. Die Besitzer, die dort geparkt hatten, konnten ihre Autos nach einer Nacht voller Ungewissheit gestern aber abholen. Allerdings beklagten sich viele Betroffene über lange Wartezeiten und fehlende Informationen. „Es gibt nur eine Dame, die sich um die Leute kümmert. Warum kann man nicht ein paar mehr Mitarbeiter hinsetzen?“, schimpfte eine der Wartenden.

Schäden an der Statik des unterirdischen Bauwerks hat das Feuer nach ersten Untersuchungen nicht angerichtet. Die Stadt hat deshalb auch am Freitagmorgen die Sperrung der Georg-Eckert-Straße, die über die Garage hinwegführt, aufgehoben. Die Verwaltung kündigte auch an, den Brandschutz aller Parkhäuser in der Stadt zu überprüfen.

Die Ermittler gehen von einem technischen Defekt in einem Auto als Brandursache aus. Als dieses gestartet wurde, seien Flammen aus der Motorhaube geschlagen. Fünf weitere Wagen waren komplett ausgebrannt. Der Fahrer und ein Mitarbeiter des Parkhauses, der den Brand löschen wollte, erlitten Rauchgasverletzungen.

Diskussionen gab es am Freitag auch um die Frage, warum das Parkhaus überhaupt öffnen durfte, obwohl die Sprinkleranlage nicht funktionstüchtig war. Wegen Instandsetzungsarbeiten war sie während des Feuers außer Betrieb. Von Carolath erklärte: „Wir haben uns an alle Vorschriften gehalten.“ Die Stadt hat eine sorgfältige Aufklärung der Umstände angekündigt.

Bei dem Feuer waren mehr als 100 Frauen und Männer der Berufswehr im Einsatz, unterstützt von zahlreichen Ortswehren.

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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