230 IAV-Mitarbeiter ziehen ins Miro-Gebäude ein

Braunschweig  Teilansiedlung des Gifhorner Automobiltechnik-Entwicklers an der Carl-Miele-Straße – Platznot in Gifhorn und gute Verkehrsanbindung gaben Ausschlag

Verkehrsgünstig an der A2 gelegen: Im früheren Miro-Gebäude arbeiten von Februar an die Ingenieure .

Verkehrsgünstig an der A2 gelegen: Im früheren Miro-Gebäude arbeiten von Februar an die Ingenieure .

BRAUNSCHWEIG. Mit 230 Arbeitsplätzen – darunter 70 Prozent Ingenieure – wechseln Betriebsteile des Gifhorner Unternehmens IAV nach Braunschweig.

IAV steht für Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr. Der Entwickler und Dienstleister für die Automobilindustrie expandiert stark und hat von Februar an für fünf Jahre das ehemalige Miro-Gebäude an der Carl-Miele-Straße von einer Hannoveraner Immobilienfirma gemietet.

Die Teilansiedlung löst in der Braunschweiger Stadtverwaltung und bei Wirtschaftsdezernent Joachim Roth Freude aus. Die hochwertigen Arbeitsplätze sind sehr willkommen. „Die in Braunschweig vorhandene Dichte und Nähe von Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen sowie die stark ausgeprägte Hochschullandschaft sind sicherlich ein Vorteil für das Unternehmen.“

Das bestätigt IAV-Betriebsleiter Michael Znamiec unserer Zeitung. „Das Umfeld ist zweifellos ideal, aber auch die Verkehrsanbindung hat für uns den Ausschlag gegeben, nachdem wir uns monatelang umgesehen haben“, sagte Znamiec, der die Aktivitäten in Braunschweig von Gifhorn aus leiten wird. Dort hat das Unternehmen derzeit 2400 Mitarbeiter.

Grund für den Teilumzug seien das rasante Wachstum und Platzmangel, so Znamiec. Bis zum Jahresende oder spätestens 2014 werde man den Abzug nach Braunschweig auch in Gifhorn wieder kompensiert haben.

Auch langfristig gehe es klar darum, „die Mannschaft in Gifhorn zu konzentrieren“, denn längere Wege zu weiter entfernten Büros seien nicht das Optimum. In der jetzigen Situation sei die in Braunschweig gefundene Lösung jedoch ideal. Die Unternehmensentscheidung für den Standort Braunschweig sei im guten nachbarschaftlichen Einvernehmen mit der Stadt Gifhorn erfolgt, so Joachim Roth. Gifhorn bleibe weiterhin mit Abstand größter Standort in der Region.

Einst hatte übrigens Braunschweigs Oberbürgermeister Gert Hoffmann als damaliger Stadtdirektor Gifhorns das Unternehmen mit anfänglich 50 Mitarbeitern in der Heidestadt angesiedelt. Heute hat es insgesamt 4500 Mitarbeiter – die Zentrale ist in Berlin, die größte Niederlassung in Gifhorn.

Was wird in Braunschweig entwickelt? „Wir führen dort Fahrzeug applikationen durch, das heißt, Ingenieur-Entwicklungen für Motoren, Getriebe, Antriebsstrang“, erklärt Michael Znamiec.

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