Buslinie 418 auf den Weg nach Lamme gebracht

Braunschweig  Stadtverwaltung und Verkehrs-AG haben die Planungen für die umstrittene Verlängerung der Buslinie 418 nach Lamme aufgenommen.

Bald auf dem Weg nach Lamme: die Buslinie 418.

Foto: Peter Sierigk

Bald auf dem Weg nach Lamme: die Buslinie 418. Foto: Peter Sierigk

Bislang ist das Raffteichbad Endstation für die Linie 418. Schon bald könnte es heißen: Nächster Halt Lamme. Einstimmig hat der Verwaltungsausschuss des Rates den Antrag der Grünen Ausdehnung der Linie verabschiedet. Die Wiederbelebung dieser alten Idee hatte im Vorfeld teils heftige Gegenbewegungen ausgelöst.

Wie wird der Busverkehr genau geführt? In welchem Takt fahren die Busse? Wie wird der Amphibienschutz am Raffteichbad sichergestellt? Wie wird die Kreuzung am Raffturm umgestaltet, damit Busse gefahrfrei auf die B 1 biegen können? Welche Kosten entstehen? Diese und weitere Fragen stimmen Verwaltung und Verkehrs-AG ab und bereiten eine Vorlage für die Ratsgremien und die Räte der an der Strecke liegenden Stadtbezirke vor. Der sogenannte Durchstich zwischen Madamenweg und Bundesstraße 1 darf ausschließlich von Bussen passiert werden, nicht aber von Privatautos.

Die Verkehrs-AG befürwortet die Wiederaufnahme der Idee. Schon 2008 hatte sie die Weiterführung der Linie 418 nach Lamme auf den Verhandlungstisch gebracht. „Wir begrüßen das natürlich, wenn wir eine kürzere Verbindung zwischen dem Nordwesten und dem Westen der Stadt herstellen können, insbesondere für die Schüler der IGS Wilhelm-Bracke“, sagte Unternehmenssprecher Christopher Graffam.

Klar ist: Halten künftig Busse der Linie 418 in Lamme, werden auch die jüngst vorgenommenen Einschnitte an der Linie 450 neu überdacht werden müssen, so Graffam.

Noch vorige Woche hatte Carsten Müller, Aufsichtsrats-Chef der Verkehrs-AG, die Idee der Grünen wegen der entstehenden Kosten scharf kritisiert. Jürgen Dölz (SPD). Bezirksbürgermeister des Westlichen Ringgebiets, äußerte sich irritiert, weil er nicht in die Planungen eingebunden worden war. Protest kam auch vom Nabu weil dieser um die Kröten am Raffteich und deren Wanderweg über die künftige Route der Linie 418 fürchtet. Die Naturschützer hatten bereits die Auflösung ihrer Gruppe angedroht.

Mittlerweile hätten sich Rats-Grüne und Nabu-Vertreter für eine Ortsbesichtigung verabredet, sagt Barbara Schulze, Fraktions-Geschäftsführerin der Grünen. „Wir wollen die möglichen Varianten durchsprechen. Es wird Lösungen geben. Natürlich ist der Amphibienschutz für uns eine wichtige Sache.“

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