Dritter Zugriff auf mutmaßliche Drogendealer

Braunschweig  Im Kampf gegen den Drogenhandel hat die Polizei sechs Wohnungen durchsucht. Dabei wurde ein Mann festgenommen.

Die Polizei bittet um Zeugenhinweise auf den Räuber.

Foto: Klaus Helmke

Die Polizei bittet um Zeugenhinweise auf den Räuber. Foto: Klaus Helmke

Nach der Festnahme eines verdächtigen Drogenlieferanten aus dem Raum Hannover und fünf mutmaßlicher Großdealer ist der Polizei ein weiterer Schlag gegen den Braunschweiger Drogenring gelungen: Während der Durchsuchung von sechs Wohnungen im gesamten Stadtgebiet stellten Fahnder neuerlich drei 29 und 30 Jahre alte Tatverdächtige.

Sie gelten laut Polizeisprecher Joachim Grande als Kleinhändler, die die Konsumenten auf der Straße mit dem Rauschgift versorgt haben sollen. In den Wohnungen entdeckten Ermittler 200 Gramm Amphetamine und kleinere Mengen Marihuana.

Mehrere Monate war eine speziell eingerichtete Ermittlungsgruppe den Verdächtigen auf der Spur. Bei drei Zugriffen stellte die Polizei bis heute mehr als zwei Kilogramm Marihuana, 500 Gramm Kokain, sieben Kilo Amphetamine (Aufputschmittel), mehr als 50 000 Euro Bargeld und drei Schusswaffen sicher. Allein die Amphetamine sollen einen Marktwert von rund 70 000 Euro haben. Sechs von neun Festgenommenen sitzen in Untersuchungshaft.

Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Grande, der von einer organisierten Gruppierung ausgeht, schließt weitere Festnahmen nicht aus. Seiner Einschätzung nach hat die Polizei einen in Braunschweig wichtigen Lieferweg für den Braunschweiger Drogenmarkt geschlossen.

Den mutmaßlichen Zulieferer aus Hannover hatte die Polizei in einem Auto in der Arndtstraße gestellt. Er hatte 28 000 Euro dabei. In seiner Wohnung fanden die Fahnder große Mengen Rauschgift.

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