Das 26. Filmfest in Braunschweig ist eröffnet

Braunschweig  Es ist November – und endlich wieder Filmfest. Das nunmehr 26. seiner Art in Braunschweig. Bis Sonntagabend gibt es Kino satt: 161 Produktionen aus 29 Ländern.

Und wie bei jeder Premierenfeier lag auch am Dienstagabend Abend über dem großen Saal des C1 Cinema eine dezent prickelnde Lampenfieber-Atmosphäre.

Und wie üblich gab es vor dem Eröffnungsfilm, der deutschen Tragikomödie „Das Leben ist nichts für Feiglinge“, einen langen Reigen von Reden. Die rund 600 Besucher mussten sich den Eröffnungsfilm wieder mal hart erarbeiten.

Edgar Merkel, Vorsitzender des Filmfests, etwa erklärte: „26 ist nur eine Zahl. Ein bisschen sind wir froh, dass in diesem Jahr kein Jubiläum ist, die Frage nach dem ganz Besonderen, dem Highlight, wurde uns nicht ständig gestellt.“ Und gerade deshalb sei das Programm so wie immer, also voller Entdeckungen, Herausforderungen, Besonderem, Höhepunkten aus der Welt der Kinematografie.

Das Hintergrundthema in diesem Jahr, hinter den Reihen und Sektionen, sei die Digitalisierung der Filmwelt, erklärte Merkel. „Es gibt so etwas wie eine Leitfrage, die über dem ganzen Festival steht. Die lautet: Welche Zukunft hat das Kino im digitalen Zeitalter?“ Merkel lud dazu ein, die Vorträge zum Thema zu besuchen und mitzureden.

Kulturdezernentin Anja Hesse betonte: „Das Filmfest hat sich einen hervorragenden Ruf erworben und ist gesellschaftliches und kulturelles Highlight im Herbst und immer noch im Steigflug.“

Das Festival sei ein Aushängeschild für Braunschweig, „weshalb die Stadt es auch gern unterstützt“. Teil des Erfolgsrezepts sei sicher, dass die Macher, die mit großem Engagement bei der Sache seien, das Festival stetig weiterentwickelten. Die Dezernentin freute sich „über die beispiellose Vernetzung der Kulturschaffenden der Stadt“.

Die Niedersächsische Kulturministerin Johanna Wanka hatte unfreiwillig die Lacher auf ihrer Seite, als sie „Frau Merkel“ begrüßte, aber Herrn Merkel meinte. Sie erklärte voller Anerkennung: „Das Filmfest ist eine der publikumsstärksten und qualitativ hochwertigsten Filmveranstaltungen Niedersachsens.“

Das Festival setze auch auf den kreativen Nachwuchs und biete den Absolventen der Hochschule für Bildende Künste die Möglichkeit, ihre Produktionen einem großen Publikum vorzustellen.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Captcha
Leserkommentare (3)
    Weitere Artikel aus diesem Ressort