Elbestraße soll neues Tor zur Stadt werden

Braunschweig  In der Weststadt soll ein neues Tor zur Stadt entstehen. Geplant ist, die Elbestraße bis zur Timmerlahstraße zu verlängern.

Radler fühlen sich auf der Lichtenberger Straße unsicher. Die verlängerte Elbestraße soll die Lichtenberger Straße entlasten.

Foto: Mentasti

Radler fühlen sich auf der Lichtenberger Straße unsicher. Die verlängerte Elbestraße soll die Lichtenberger Straße entlasten. Foto: Mentasti

Das ist ein uralter Plan. Bereits vor 40 Jahren war beabsichtigt, die Elbestraße zu verlängern. Doch mehr als ein kurzer Straßen-Stummel, der im Nichts endet, wurde nicht gebaut. „Ursprünglich war geplant, die Straße sogar bis zur Autobahn in Salzgitter-Thiede zu verlängern“, erinnert sich Bezirksbürgermeister Ulrich Römer.

Diesen Plan verfolgt zwar heute keiner mehr, „doch seit Jahrzehnten“, so Römer, „setzt sich der Bezirksrat dafür ein, dass die Elbestraße zumindest bis zur Timmerlahstraße verlängert wird.“ Rund 400 Meter fehlen noch.

Anlass für dieses Vorhaben. Die Lichtenberger Straße soll entlastet werden. Bislang nimmt die Straße, die ursprünglich nur als Sammelstraße für den Verkehr aus angrenzenden Wohngebieten gedacht war, den kompletten Verkehr auf, der aus Richtung Timmerlah/Peine in Richtung Europaplatz oder über Ganderhals und Madamenweg zum Altstadtmarkt will.

Vor vier Jahren sind auf der Lichtenberger Straße außerdem Schutzstreifen für Radfahrer eingerichtet worden. Doch die Radfahrer klagen, dass sie sich wegen des starken Autoverkehrs dort nicht sicher fühlen.

Mit der Verlängerung der Elbestraße bis zur Timmerlahstraße wäre die Weststadt mit einem Schlag eine Menge Probleme los, meint der Bezirksrat. Denn dann würde der Verkehr abgeleitet auf die vierspurige Elbestraße, die bei weitem nicht ausgelastet sei und in die Münchenstraße mündet. Auf der Timmerlahstraße müsste der Anschluss wohl mit einem Kreisel hergestellt werden.

Dass die neue Verbindung eventuell mit mehr Verkehr aus und in Richtung Timmerlah verbunden sein könnte, will Römer nicht bestreiten. „Aber das wird wohl nur der Fall sein, wenn auf der Bundesstraße 1 bei Lehndorf Unfälle für Staus sorgen.“

Ein Gutachten ist mittlerweile in Auftrag gegeben worden, um Kosten sowie Vor- und Nachteile in Erfahrung zu bringen. Auf Anfrage der CDU teilte die Verwaltung nun mit, dass die Ergebnisse im Januar vorliegen und dann von der Politik diskutiert werden sollen. Haushaltsmittel, um im Jahr 2013 die Verlängerung auch zu bauen, gibt es allerdings keine. Wenn die Elbestraße verlängert werden sollte, dann wird dies wohl nicht vor dem Jahr 2014 geschehen.

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