Rettung in Sicht für Jugendzentrum Wenden

Braunschweig  Heidemarie Mundlos: Bei Abriss des Hallenbades in Wenden wäre Neubau an gleicher Stelle möglich – Bezirksbürgermeister tendiert zu anderem Standort

Das JuZe im Hallenbad.

Foto: Archiv

Das JuZe im Hallenbad. Foto: Archiv

Was wird mit dem Jugendzentrum Wenden? Wie kürzlich bekannt wurde, gab es für die Zeit nach der Schließung des Hallenbades Wenden, in dem das Jugendzentrum seine Räume hat, noch keinen konkreten Plan. Jetzt gibt es Hinweise auf eine mögliche Lösung.

Aber eine Übergangszeit wäre noch zu überbrücken. Eine Lösung für den Fortbestand des Jugendzentrums in Trägerschaft des Roten Kreuzes könnte – örtlich gesehen – ganz nahe liegen. Es deutet sich ein teils privat finanzierter Neubau am aktuellen Standort des Jugendzentrums an.

Muss das Bad schließen, wenn voraussichtlich im Herbst 2013 das neue Erlebnisbad eröffnet wird, müssten die Räume des Jugendzentrums im Souterrain des Bades aufgegeben werden. Ein erster Proteststurm von Nutzern der Einrichtung, aber auch von Erwachsenen, entlud sich während der Bürgersprechstunde mit Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer am 18. Oktober. Eine organisierte Protestaktion planen die Jugendlichen im Vorfeld der Bezirksratssitzung am 1. November, 19 Uhr, Veltenhöfer Straße 3.

Das Ergebnis der Bürgersprechstunde war ernüchternd. Obwohl die Schließung des Hallenbades aufgrund eines gültigen Ratsbeschlusses schon seit langem feststeht, hat die Stadt noch keine konkrete Planung für den Fortbestand des Jugendzentrums vorgelegt (wir berichteten). „Wir haben noch keine Liegenschaft gefunden“, so Fachbereichsleiter Norbert Winkler.

Doch jetzt zeichnet sich mittelfristig eine Lösung ab. Ein Neubau des Jugendzentrums könnte am jetzigen Standort entstehen. Die in Wenden ansässige Werkzeughandel-GmbH Perschmann ist an dem städtischen Hallenbadgelände interessiert, um sich zu vergrößern. Das bestätigten sowohl Geschäftsführer Justus Perschmann als auch Stadtrat Ulrich Stegemann.

So könnte es nach Schließung des Bades schnell zu einem Abriss kommen. Die ehemalige Bezirksbürgermeisterin Heidemarie Mundlos vermeldete gestern: „Perschmann ist bereit, auf dem Gelände ein neues Jugendzentrum zu bauen.“

Mundlos (CDU) weiter: „Ich habe den Jugendlichen damals als Bezirksbürgermeisterin mein Versprechen gegeben, mich um eine Nachfolgelösung zu kümmern. Und dieses Versprechen halte ich auch nach der Kommunalwahl als Bezirksratsmitglied ein.“

Zwar muss erst noch ein Ratsbeschluss zum Verkauf des Geländes an die Firma erfolgen. Doch dann wäre der Weg für diese Lösung – eine Zustimmung der Gremien vorausgesetzt – frei. Perschmann unterstützt eine Nachfolgelösung mit mindestens 100.000 Euro. „Auf 50 000 Euro soll es dabei nicht ankommen“, erklärte Justus Perschmann. „Wichtig ist mir eine sinnvolle Lösung für Wenden.“

Auch Bezirksbürgermeister Hartmut Kroll (SPD) ist an einer schnellen Lösung interessiert, bevorzugt aber einen Standort in der Nähe von Lessing-Gymnasium und Grundschule. Er verweist auf mögliche Synergieeffekte. Zum aktuellen Planungsstand hat er an die Stadt Anfragen gestellt und hofft auf Antworten zur Bezirksratssitzung.

Auch wenn es für die Nutzer des Jugendzentrums Licht am Horizont gibt: Eine Übergangslösung zwischen Badschließung und Bezug eines Neubaus steht noch aus.

Wie Perschmann erklärte, könnte mit einem Neubau erst nach Abriss des Bades begonnen werden. Die Stadtverwaltung ist gefordert.

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