Ganztagsangebot der Grundschulen kommt gut an

Braunschweig  Seit fünf Jahren gibt es die Offene Ganztags-Grundschule in Braunschweig. Die meisten Eltern, Lehrer und Kinder sind zufrieden mit dem Angebot.

Mittagessen in einer Offenen Ganztagsschule.

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Mittagessen in einer Offenen Ganztagsschule. Foto: dpa

Vor fünf Jahren wurden die ersten vier Offenen Ganztags-Grundschulen in Braunschweig eingerichtet. Inzwischen sind es 14. Zeit für eine Zwischenbilanz: Der Arbeitskreis Schulkindbetreuung hat alle betroffenen Kinder, Eltern und Lehrer nach ihrer Meinung gefragt.

„Uns war wichtig zu erfahren, wie groß die Zufriedenheit mit der Betreuung, dem Angebot und dem Mittagessen ist – und wo eventuell nachgesteuert werden müsste“, erklärt Ute Wasserbauer vom Arbeitskreis Schulkindbetreuung.

Der Arbeitskreis hat deshalb vor den Sommerferien eine anonyme und von der Jugendförderung finanzierte Fragebogenaktion für alle Eltern, Kinder, Lehrer und pädagogischen Mitarbeiter organisiert. Die Ergebnisse liegen nun vor. „70 Prozent der Erwachsenen und 74 Prozent der Kinder sind zufrieden“, fasst Axel Becker-Zöllner zusammen, Bildungsreferent der Naturfreundejugend, der die Befragung zusammen mit seinem Kollegen Oliver Ohm technisch betreut hat.

Gefragt wurde unter anderem nach der Zufriedenheit mit den Betreuungsräumen, dem Mittagessen, der Hausaufgabenbetreuung, der Mitbestimmung und dem AG- und Kursangebot. „Die Grundzufriedenheit ist sehr hoch, es gab nur wenig Ausreißer – zum Beispiel was das Mittagessen an einzelnen Schulen angeht“, so Becker.

Knapp 1000 Eltern, Lehrer und pädagogische Mitarbeiter sowie fast 1400 Kinder hatten sich beteiligt. Die Befragung fand an den zwölf Offenen Ganztags-Grundschulen statt, die es bis vor den Sommerferien gab – inzwischen sind mit den Grundschulen Pestalozzistraße und Am Schwarzen Berge zwei weitere hinzugekommen.

Zu den Ergebnissen der einzelnen Schulen wollen die Organisatoren nichts sagen, stellt Jürgen Neubert vom Fachbereich Kinder, Jugend und Familie der Stadt klar: „Es war nicht das Ziel, ein Ranking zu erstellen.“ Die Schulen würden jedoch ihr Ergebnis erhalten, um das eigene Angebot besser einschätzen zu können.

Offene Ganztagsschule heißt: An fünf Tagen pro Woche wird bis 15 Uhr ein entgeltfreies Angebot angeboten, bei Bedarf kann es bis 16 oder 17 Uhr ausgeweitet werden. Es wird (im Gegensatz zu dem der gebundenen Ganztagsschulen) freiwillig von den Schülern genutzt; am Nachmittag findet kein Unterricht statt (Ausnahme Förderunterricht), vielmehr werden Arbeitsgemeinschaften und Kurse angeboten, zum Beispiel im musischen, kreativen oder sportlichen Bereich. Jede Schule arbeitet dazu mit einem Kooperationspartner der Jugendhilfe und dem Schulträger ein individuelles Konzept aus, das auch eine Ferienbetreuung umfasst. Der Bedarf, sagt Ute Wasserbauer, sei deutlich größer als das Angebot an Gruppenplätzen. 1600 Kinder sind derzeit in den Betreuungsgruppen; an der Grundschule Comeniusschule beispielsweise nutzen 250 von 390 Schülern täglich das Angebot, weitere 100 mehrmals in der Woche.

Fakten: Inzwischen gibt es 14 Offene Ganztags-Grundschulen in Braunschweig: Grundschule Altmühlstraße, Am Schwarzen Berge, Bebelhof, Bürgerstraße, Comeniusstraße, Isoldestraße, Heinrichstraße, Diesterwegstraße, Klint, Heidberg, Pestalozzistraße, Rühme, Gartenstadt, Rüningen.

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