Arbeitsstelle gegen Rechts bleibt in Braunschweig

Reinhard Koch, Leiter der Arbeitsstelle gegen Rechts.

Reinhard Koch, Leiter der Arbeitsstelle gegen Rechts.

Die Stadt löst ihr Versprechen ein und lässt die Arbeitsstelle gegen Rechtsextremismus und Gewalt (Arug) in ihrem Existenzkampf nicht hängen: Mindestens bis zum Ende des Jahres ist das Überleben des bundesweit geachteten Kompetenzzentrums gesichert.

"Wir als 100-prozentige Tochter der Stadt sind mit der Arbeitsstelle eine Kooperation eingegangen", teilte Volkshochschul-Geschäftsführer Hans-Peter Lorenzen gestern mit. Damit könnten die wichtige Aufklärungs- und Bildungsarbeit sowie das Verbleiben der Arbeitsstelle in Braunschweig gesichert werden, heißt es in der Erklärung weiter.

Mit insgesamt 40 000 Euro im laufenden Jahr stützt die Stadt die Arug. An einer dauerhaften Lösung werde gearbeitet. Ziel sei unter anderem die Unterbringung der Arbeitsstelle in städtischen Räumen der Volkshochschule. Die Arug ist eine Abteilung der gewerkschaftsnahen Bildungsvereinigung Arbeit und Leben.

Sozialdezernent Ulrich Markurth hatte, als der Wegzug der Arbeitsstelle gegen Rechtsextremismus und Gewalt in eine andere Stadt oder gar das finanzielle Aus drohte, Hilfe der Kommune zugesagt: "Wir wollen materiell, organisatorisch und konzeptionell unterstützen." Das wird umgesetzt, wenn auch jetzt in einem anderen Ressort – bei Schuldezernent Wolfgang Laczny.

Reinhard Koch, Leiter der Arbeitsstelle gegen Rechts, hatte formuliert, nicht mit Braunschweig verheiratet zu sein. Salzgitter, Wolfsburg und Hannover hatten bereits Interesse bekundet. Kochs Wunsch, in Braunschweig bleiben zu können ging aber in Erfüllung. Erleichterung und Freude sind groß.

"Es tut Braunschweig gut, so eine Einrichtung zu haben", sagt VHS-Geschäftsführer Hans-Peter Lorenzen.

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