Der Behörden-Neubau in Völkenrode steht immer noch leer

Braunschweig  Schon seit 2009 wird am neuen Bundesamt für Verbraucherschutz gearbeitet. Nun sei aber ein Ende in Sicht, kündigt das Staatliche Baumanagement an.

Der Neubau des Bundesamtes für Verbraucherschutz in Völkenrode.Foto: Archiv

Der Neubau des Bundesamtes für Verbraucherschutz in Völkenrode.Foto: Archiv

„BVL-Baustelle“ – die Wegweiser auf dem Gelände des Thünen-Instituts in Völkenrode gibt es seit 2009. Damals, im September, fand auch der erste Spatenstich statt. Zwei Jahre später war Richtfest. Und heute? Führen uns die Wegweiser zu einer Baustelle, auf der sich jahrelang nichts mehr tat. Dabei sah der 18,8 Millionen Euro teure Neubau des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) von außen bezugsfertig aus. In dem Neubau sollen später einmal neue Pflanzenschutzmittel erprobt werden. Doch innen stehen die Räume bis heute leer. Warum? „Es hieß doch, dass der seit 2009 leerstehende Neubau Mitte 2017 bezogen werden sollte. Warum ist das nicht erfolgt? Läuft da überhaupt etwas?“, erkundigt sich ein Leser im Internet-Portal Alarm 38.

Die Antwort weiß Renate Müller-Steinweg vom Staatlichen Baumanagement, Braunschweig. Man sei immer noch dabei, einen „Nachtrag“ abzuarbeiten, das heißt, das Rechenzentrum auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. Das sei „in absehbarer Zeit erledigt“, sprich: noch in diesem Jahr. Es habe sich gezeigt, dass die beauftragten Firmen mehr Zeit benötigten als vorab geplant.

Wie berichtet, verursachen die zusätzlichen Arbeiten – es geht um die Bereiche Kältetechnik, Stromversorgung und Sicherung der Gebäudehülle – Mehrkosten in Höhe von 1,26 Millionen Euro. Die bauliche Umsetzung sollte eigentlich Ende Juni 2017 abgeschlossen sein. Anschließend soll es einen mehrwöchigen Testzyklus geben, um die im Krisenfall erforderliche Hochverfügbarkeit des Rechnersystems zu erproben.

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