Drahtseilakt für den Teamgeist

Auf dem Seil im Hochseilgarten der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel müssen sich die Seminar-Teilnehmer aufeinander verlassen können. Das soll den Teamgeist stärken.    

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Auf dem Seil im Hochseilgarten der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel müssen sich die Seminar-Teilnehmer aufeinander verlassen können. Das soll den Teamgeist stärken.     Foto: privat

Weiterbildung

"Bewegte Fortbildung" ist das Motto des Pilotprojekts der Fachhochschule Braunschweig-Wolfenbüttel.

Es gibt zwei Weiterbildungs-Studiengänge an der Fachhochschule, zum einen in Erlebnispädagogik und Outdoortraining, zum anderen in Psychomotorik. Viele wollen aber nur einzelne Module belegen. Deshalb bieten wir das Weiterbildungsprogramm Bewegtes Lernen im Dialog an", erklärt Karin Leven, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fachhochschule (FH) Braunschweig-Wolfenbüttel.

Das Angebot einer solchen Lernförderung durch Bewegung ist laut Karin Leven einzigartig in der Region. "Es ist ein Pilotprojekt. Wir wollen darin Erfahrungen sammeln, welche Themen gefragt sind", sagt Bianka Salis, Leiterin des Weiterbildungs-Studienganges Psychomotorik.

Das Programm wendet sich an Berufstätige, die Lust auf Weiterbildung im Bereich Bewegung haben. Außerdem sind die Zielgruppe Menschen, die mit Kindern arbeiten, oder auch ganze Gruppen aus Firmen.

Für die unterschiedlichen Workshops gibt es teilweise festgelegte Termine, zu anderen kann man sich mit einer Gruppe anmelden und selbst einen Termin mit der FH absprechen. Die Seminare sind in vier Kategorien unterteilt: Gruppe und Team, Entwicklungsförderung durch Bewegung, Gesundheits- und Stressmanagement sowie Methoden in Pädagogik und Sozialer Arbeit.

"Bei den Angeboten im Rahmen von Gruppe und Team geht es darum, das die Teilnehmer gemeinsam Aufgaben erfüllen müssen. Es geht aber auch um Führung, Kommunikation und Qualitätssicherung", erklärt Bianka Salis. Eine Übung bestehe zum Beispiel darin, dass die Teilnehmer mit verbundenen Augen ein Zelt aufbauen müssen. Nur die Führungskraft des Teams sieht etwas und gibt Anweisungen. Anschließend wird reflektiert und der Bezug zur Arbeit hergestellt.

"Die Übungen in den Seminaren sind sehr anschaulich. Sie sollen als Katalysator wirken, damit die Teilnehmer mit etwas Abstand auf ihren Arbeitsalltag schauen können", erklärt Karin Leven.

Ein anderes Seminar hat den Namen Zirkuspädagogik. Das richtet sich an Personen, die mit älteren Kindern arbeiten. "Das gemeinsame Ziel ist eine Aufführung, nach der jeder stolz auf die eigene Leistung sein kann", sagt Bianka Salis.

Bei den Methoden-Seminaren können die Teilnehmer Scheine für die Arbeit an Schulen erwerben. Es gibt zum Beispiel Kurse in Klettern, Erste Hilfe Outdoor oder erfahrungsorientiertes Lernen in städtischen Räumen.

In Gesundheits- und Stressmanagement-Seminaren sollen die Teilnehmer unter anderem lernen, wie sie mit der Feldenkrais-Methode mehr über ihr eigenes Bewegungsverhalten lernen. "Das Ziel ist es, mehr Möglichkeiten im Alltag zu haben. Dafür muss man sich erst bewusst machen, wie ich eigentlich immer vor dem Computer sitze und wie ich die Maus bewege. Dann kann ich überlegen, ob es Alternativen dazu gibt", sagt Karin Leven.

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