"Es reizt, anpacken zu können"

Sechs Auszubildende von Volkswagen in Wolfsburg haben den Berufsalltag neuer Auszubildender unter die Lupe genommen.

Die zukünftigen Kraftfahrzeugmechatroniker Stephan Horn (18), Vera Ferber (17), Vivienne-Vanessa Vernunft (17) und Jannes Kesslhut (21) bei der Arbeit.    

Foto: Detlev Wecke

Die zukünftigen Kraftfahrzeugmechatroniker Stephan Horn (18), Vera Ferber (17), Vivienne-Vanessa Vernunft (17) und Jannes Kesslhut (21) bei der Arbeit.     Foto: Detlev Wecke

Welche Erwartungen und Wünsche haben junge Menschen, die ihre Berufsausbildung bei Volkswagen anfangen?

Vera Ferber (17), Vivienne-Vanessa Vernunft (17), Jannes Kesselhut (21) und Stephan Horn (18) haben uns diese Frage stellvertretend für gewerblich-technische Azubis beantwortet. Alle vier lernen KFZ-Mechatroniker und sind sich einig: "Uns allen war von Anfang an wichtig, so viel wie möglich über Autos zu lernen. Außerdem ist die Berufsausbildung bei Volkswagen gut und vielfältig strukturiert und man lernt viele verschiedene Unternehmensbereiche kennen."

Der Weg zu Volkswagen führte über die Familie. "Schon mein Opa war bei Volkswagen. Onkel und Cousine arbeiten nach wie vor hier." Vera, die schon Praktikumserfahrung hat, und Vivienne-Vanessa reizte besonders, handwerklich anpacken zu können. Das können die Neuen auch von Anfang an: Die Auszubildenden und dualen Studenten im gewerblich-technischen Bereich – pro Ausbildungsjahr sind es mehr als 430 in Wolfsburg – erhalten in den ersten Monaten eine Grundlagenqualifizierung.

Die KFZ-Mechatroniker und -Mechatronikerinnen lernen beispielsweise die Bauteile des Fahrzeugs, seine elektronischen Komponenten und deren Funktionen sowie die Fehlerdiagnose am Fahrzeug kennen. Außerdem gehen sie im ersten Ausbildungsjahr zwei Tage in der Woche in die Berufsschule, für die übrige Ausbildung ist es dann ein Tag wöchentlich.

Wie geht es den Mädchen in einem technisch-gewerblichen Beruf? Vera und Vivienne-Vanessa können nicht feststellen, dass zwischen Jungen und Mädchen ein Unterschied gemacht wird. Die Atmosphäre sei gut und die Zusammenarbeit mit den Jungs funktioniere.

"Die Übernahme in das Unternehmen, gute Weiterbildungsmöglichkeiten sowie die Chance auf ein Stipendium waren für uns ausschlaggebend", sagen die zukünftigen Automobilkaufleute Kira Malkowsky (20) und Daniel Ahlers (20).

Per Internet hatten sie sich vorweg über diverse kaufmännische Berufe informiert. Da beide sich sehr für Autos interessieren, fiel die Wahl schnell auf den Beruf des Automobilkaufmanns.

Kira und Daniel erwarten von ihrer Ausbildung, viel Neues zu lernen, einen umfangreichen Einblick in das Unternehmen zu bekommen und eine qualitativ hochwertige Ausbildung zu absolvieren. Alle neuen Auszubildenden und dual Studierenden im kaufmännischen Bereich starten mit einer einmonatigen "Fit für den Start"-Qualifizierung.

Dabei lernen sie die betrieblichen Vorgänge und das Unternehmen kennen: Datenschutz, Arbeitssicherheit oder korrektes Verhalten im Krankheitsfall. Anschließend durchlaufen die Auszubildenden alle für ihren Beruf wichtigen Bereiche – beispielsweise das Marketing oder den Vertrieb – in einem dreimonatigen Wechsel.

Drei Jahre dauert die Ausbildung. "Wenn unsere Noten in der Berufsschule und betrieblichen Leistungen gut genug sind, haben wir die Möglichkeit, unsere Ausbildung auf zweieinhalb Jahre zu verkürzen", sagt Daniel. Diese Option würden beide angehenden Automobilkaufleute gerne wahrnehmen.

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