Kompakt mit viel Bewegungsfreiheit

Tochter Kia holt auf, und Mutter Hyundai zeigt, wie’s geht. Gelungenes Beispiel: der Kia Venga.

Elegant und mit viel Platz kommt er daher, der Venga.    

Foto: Riedel

Elegant und mit viel Platz kommt er daher, der Venga.     Foto: Riedel

Die Zauberformel beider Marken lautet: attraktivere, sportlich konzipierte Modelle, hübsches Design, bessere Qualität und großzügige Herstellergarantie – über sieben Jahre oder 150 000 Kilometer Laufleistung! Auf diese Weise will der südkoreanische Konzern seine Position als fünftgrößter Autohersteller weltweit nicht nur weiter festigen. Das erklärte Ziel lautet, Wettbewerber mit Vorsprung von deren Position zu verdrängen.

Einer der überzeugenden Entwürfe in jüngster Zeit, von dem Kia und Hyundai profitieren, ist der Venga alias Hyundai iX20. Die beiden Kompakten sind nahezu baugleich. Als Testwagen stand ein Kia Venga 1,6 CRDI zur Verfügung, in Europa entwickelt und produziert. Dessen Dieselmotor leistet 128 PS (94 kW).

Schon beim Probesitzen zeigt sich: Der kompakte Venga ist darauf bedacht, auch groß gewachsenen Personen mehr Raum anzubieten, als von einem nur 4,07 Meter langen Auto gemeinhin zu erwarten ist. Dank der gebotenen Bewegungsfreiheit in Höhe und Breite beschert der Venga angenehmes Raumgefühl.

Großzügig ausgefallen ist das Gepäckraumangebot des Fünftürers, das sich nicht allein auf das eigentliche Volumen über dem Ladeboden hinter der geteilten Rückbank (314 Liter) beschränkt.

Das Cockpit, beim Testwagen in eine geschlossene schwarze Kunststoff-Landschaft eingebettet, präsentiert sich mit griffnahen, übersichtlich angeordneten Tasten und Drehknöpfen. Drehzahlmesser und Tachometer in Gestalt großer Rundinstrumente liegen gut im Blick.

Wie fährt sich ein Kia Venga? Das Fahrwerk nimmt auch weniger imponierende Qualitäten deutschen Straßenbaus hin, ohne dass die Insassen viel davon merken, abgesehen von der zum Poltern neigenden Hinterachse, wenn es holprig wird. Eine schwebende Sänfte erwartet man von einem Gefährt mit mehrzweckdienlichen Van-Ambitionen von vornherein nicht. Schließlich soll auch ein voll besetzter Venga in schnell durchfahrenen Kurven noch eine gute Figur machen, ohne sich nach der Seite zu verbeugen.

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