Skoda – der Grundsolide aus Böhmen

Der Fabia Combi bietet beachtlich viel Platz und ist mit dem kleinen 1,2-Liter-TSI ausreichend motorisiert.   

Foto: Skoda

Der Fabia Combi bietet beachtlich viel Platz und ist mit dem kleinen 1,2-Liter-TSI ausreichend motorisiert.    Foto: Skoda

Auto-Markt

Der Fabia Combi will kein modischer Crossover-Typ sein. Er ist ein klassischer Kombi. Einfach praktisch.

Marketing-Experten können manchmal nerven. Dann nämlich, wenn sie immer neue Karosserievarianten erfinden und vermeintliche Nischen anvisieren. Früher war ein Kombi ein Kombi. Und jeder wusste, was damit gemeint ist: Eine Limousine mit erweiterter Transportkapazität.

Und heute? Da gibt es Minivan, Hochdachkombi, Kompaktvan, ein Crossover-Kombi-Coupé. Nun tut es richtig wohl, wenn man mal ein Modell fährt, das nicht auf der Modewelle surft. Der Skoda Fabia Combi (mit C) ist einer davon.

Dies Modell ist einfach praktisch, grundehrlich und solide. Was will man mehr? Fast die Hälfte aller Fabia-Kunden ordern diesen Typen im klassischen Kombikleid. Hinter der großen Klappe im Heck verbirgt sich erstaunlich viel Platz. Über 500 Liter Volumen in der Standardausführung (also als Viersitzer) und knapp 1500 Liter Volumen bei umgeklappter Rücklehne. Nun gut: Verschiebbare Rückbänke und Klapp-Finessen gibt es nicht. Kopfstützen weg, Rücksitzfläche rauf, Lehne runterklappen – fertig.

Griffen die Kunden früher gern zum sparsamen (aber teureren) Diesel, wählen sie heute gern kleine, turbogeladene Benziner. Wie den 1,2-Liter-TSI. Beim Fahren erinnert nichts an den knapp bemessenen Hubraum. Sauber und kraftvoll zieht der kleine TSI davon.

Auch unsere Testtour im Fabia bewies mal wieder: Skoda, diese über 100 Jahre alte Traditionsmarke aus Mlada Boleslav in Mittelböhmen, hat sich unter dem Dach des Wolfsburger Konzerns exzellent entwickelt. Ausgereifte Volkswagentechnik, vernünftiges Preisgefüge, Zuverlässigkeit, Wirtschaftlichkeit und Qualität: Für all das steht der Name Skoda. Das Styling ist zwar konservativ, Design-Schnickschnack gibt es nicht. Aber ist das etwa Kritikpunkt? Keinesfalls, wie die Fabia-Nachfrage beweist.

Den Fabia umweht sogar ein Hauch von sportlichem Image. Es darf daran erinnert werden, dass "heiße" Fabia-Varianten im internationalen Rallyesport seit Jahren für Furore sorgen und an der Spitze fahren. Ist das etwa nichts?

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