Opels Offerte für die junge Familie

Auto-Markt: Meriva heißt der kompakte Rüsselsheimer Van. Pfiffig, praktisch sowie mit Türen, die gegenläufig öffnen.

Trotz vieler negativer Schlagzeilen um die Zukunft der Rüsselsheimer Traditions-Unternehmens baut Opel gute Autos. Der Meriva ist einer davon.

Foto: Opel 

Trotz vieler negativer Schlagzeilen um die Zukunft der Rüsselsheimer Traditions-Unternehmens baut Opel gute Autos. Der Meriva ist einer davon. Foto: Opel 

Nehmen Sie diesen Scherz nicht übel: Was haben Opels Meriva und der Rolls- Royce gemeinsam? Antwort: Hinten sitzende Passagiere genießen – dank der entgegen zur Fahrtrichtung öffnenden Türen – die gleiche Art des Einsteigens! Zunächst hatte Opel Schiebetüren geplant, doch dann entschied man sich für hinten angeschlagene Fondtüren. In bestimmten Situationen – bei engen Parklücken beispielsweise – kann sich das als Vorteil erweisen. Auch lassen sich Kindersitze leichter verstauen.

Kids mögen die Hecktüren

Doch einen überragenden praktischen Wert haben diese Türen eher nicht. Sie sind übrigens gegen eventuelles Auffliegen während der Fahrt gesichert. Immerhin: Es ist ein Alleinstellungsmerkmal. Und es war das erste, was meinen kleinen Enkeltöchtern auffiel und – sehr gefiel!

Von der äußeren Form her kann der Meriva überzeugen. Vorn ist er "typisch Opel", in der Gesamterscheinung wirkt er kompakt, harmonisch, piffig-modern. Obwohl er gegenüber dem Vorgänger 20 Zentimeter länger ist, spürt der Fahrer davon im Innenraum kaum etwas.

Der Grund: Gesetze für den Fußgängerschutz und die Crashnormen erforderten einen längeren Vorderwagen. Dafür wirken die Materialien im Innenraum deutlich hochwertiger als früher. Viele Teile stammen vom Astra oder Insignia – leider auch die etwas unübersichtliche Fülle von Schaltern und Knöpfen auf der Mittelkonsole. Doch das ist nur für kurzfristige Nutzer ein Problemchen; spätere Besitzer sind dann ja schnell vertraut mit diesem Konzept.

Ein dicker Pluspunkt ist der Fahrkomfort. Dazu zählen geschmeidige Federung, niedriger Geräuschpegel im Innenraum und gutmütiges Kurvenverhalten. Auch die Sitze zählen zu den besten dieser Klasse.

Der Meriva glänzt auch durch Variabilität. So lässt sich die längs verschiebbare Rückbank ruckzuck von einer Dreier- zur Zweierbank umfunktionieren oder auch ganz umlegen. Überzeugend sind die vielen Ablagen und Behälter. Auch der Kofferaum (da ist Platz für eine Kinderkarre) bietet zusätzliche Verstaumöglichkeiten im Unterboden.

Der Motor? Nun: Es ist ja heute nur noch eine Kundenminderheit, der die PS, das Beschleunigungsvermögen oder die Spitze wichtig sind. Deshalb: Dieser Frontantriebler ist mit dem brav brummenden 1.4-Liter-Motor ausreichend stark und im Verbrauch okay. Immerhin wiegt der Opel-Van rund 1,4 Tonnen.

Natürlich kann man den Grundpreis des Meriva mit der Ausstattungsvariante Edition oder mit Extras wie Klimaautomatik (470 Euro) oder Panoramaglasdach (650 Euro) schnell noch etwas in die Höhe treiben. Dennoch bleibt er preiswert.

Alternative zum Golf Plus

Durch die Summe seiner guten Eigenschaften hat der solide Rüsselsheimer – mal ganz subjektiv betrachtet – im Vergleich mit Konkurrenten wie Citroën C3 Picasso, Renault Grand Modus, Kia Venga oderSkoda Roomster die Nase knapp vorn. Selbst im Duell mit dem etwas andersartigen VW Golf Plus wäre der Meriva durchaus eine Alternative.

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