Auf den Spuren Tazio Nuvolaris 

Auto-Historie: Bei der Mille Miglia werden die Fahrer in ihren legendären Oldtimern auf der 1600 Kilometer langen Strecke von Brescia nach Rom und zurück von über einer Million Zuschauern angefeuert.

Brescia-Rom-Brescia: Über 1600 Kilometer führt die Mille Miglia durch Italien.   

Foto: VW

Brescia-Rom-Brescia: Über 1600 Kilometer führt die Mille Miglia durch Italien.    Foto: VW

Bei der diesjährigen Auflage der Mille Miglia, der berühmtesten und schönsten historischen Rallye der Welt, vom 11. bis 15. Mai wird auch Volkswagen Classic an den Start gehen: mit zwei originalgetreu aufgebauten Käfern. Ihre Vorbilder sorgten in den 50er-Jahren bei der Mille Miglia für Furore und flößten den meist größeren, weitaus leistungsstärkeren Konkurrenten Respekt ein. Neben den historischen Käfern gehen in diesem Jahr auch zahlreiche weitere Legenden der Volkswagen-Konzernmarken Audi, Porsche, Bentley und Bugatti auf die Piste.

Mit dabei ist auch das Werksmuseum "Alfa Romeo Automobilismo Storico" mit drei faszinierenden Rennwagen: einem Alfa Romeo 6C 1500 Super Sport, dem Alfa Romeo 6C 1750 Gran Sport und einem Alfa Romeo 1900 Super Sprint. Sie katapultieren die Fahrer und Zuschauer der Mille Miglia zurück in die Zeit der großen Straßenrennen.

Mit dem Alfa Romeo 6C 1500 Super Sport (1928) startet eines der ältesten und renommiertesten Modelle der diesjährigen Mille Miglia. 1928 gewann das Fahrerteam Giuseppe Campari/Giulio Ramponi mit einem solchen Modell die damalige Mille Miglia; die legendären 1000 Meilen legten sie mit dem Alfa Romeo in nur 18. Stunden und vier Minuten reiner Fahrtzeit zurück.

Noch schneller waren 1930 Tazio Nuvolari und Battista Guidotti auf einem Alfa Romeo 6C 1750 Gran Sport unterwegs, wie er nun auch 2011 erneut am Start steht. Nuvolari, der "fliegende Mantuaner", pilotierte den Alfa Romeo mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 100 km/h über die italienischen Landstraßen, setzte damit einen Rekord und gewann schließlich das Rennen.

Der Alfa Romeo 1900 Super Sprint von 1956 war indes nicht nur als Rennwagen ein Erfolg; das Coupé schrieb vielmehr auch als einer der beliebtesten Seriensportwagen der 50er Jahre Geschichte.

Nach zweijähriger Abstinenz ist auch Audi wieder dabei. Fünf historische DKW-Modelle aus den 1950er-Jahren werden sich auf den Weg nach Norditalien machen.

Und dann ist da noch der Braunschweiger Motorsport-Experte Eckhard Schimpf, ehemaliger stellvertretender Chefredakteur unserer Zeitung und Autor zahlreicher Bücher. Auch er ist im Begleittross der Mille Miglia dabei. hhg/kü

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