CC: Ein Coupé als Geschäftswagen

Französische Riviera  Auto der Woche: Das Kürzel CC signalisiert: Verändertes Design, neue Klasse, näher zum Phaeton.

Volkswagen CC: Mit dem jetzigen Facelifting rückt das viertürige Coupé weg vom Passat in Richtung Oberklasse, in Richtung Phaeton.

Foto: VW

Volkswagen CC: Mit dem jetzigen Facelifting rückt das viertürige Coupé weg vom Passat in Richtung Oberklasse, in Richtung Phaeton. Foto: VW

Januar an der französischen Riviera: Es ist nicht warm, etwa 10 oder 12 Grad. Aber der wolkenlose Himmel strahlt gleißend in jenem unvergleichlichen Tiefblau, das dieser Küste einst den Namen Côte d‘Azur bescherte. Wer eine windgeschützte Ecke erwischt, kann seinen Salade Niçoise im Freien essen. Alles wirkt heiter, beschaulich. Kaum Touristen. Die Bistros sind leer. Die Straßen ebenso. Da macht das Autofahren, das ja in unseren Regionen schon längst kein uneingeschränktes Vergnügen mehr ist, richtig Freude.

Styling in Richtung edel

Wir testen den CC. Nein, das ist kein von Grund auf neuer VW, aber ein optimierter. Vor vier Jahren kam dieses erste viertürige Mittelklasse-Coupé unter dem Namen Passat CC auf den Markt und erwies sich sofort als Bestseller. 320 000 Stück wurden seitdem weltweit verkauft. Erstaunlich war, dass unter den Kunden – mehr als üblich bei Coupés mit zwei Türen – sehr viele geschäftliche Vielfahrer waren. Sonst sind Coupés ja eher selten „Business-Autos“. Der Passat CC erwies sich also als Alternative zur normalen Limousine.

Der unerwartete Erfolg des viertürigen Passat CC ließ in Wolfsburg neue Ideen keimen. Und so entstand die Strategie für ein neues Fahrzeug-Segment unter dem Namen CC zwischen Passat und Phaeton. Für die Zukunft dürfte es dabei kaum beim Coupé allein bleiben. Es gibt bereits Überlegungen, vom CC auch einen Kombi zu bauen und ein Cabrio.

Das Passat-Coupé entstand in seiner Grundkonzeption noch unter dem von Bernd Pischetsrieder favorisierten Designer Murat Günak, der aber nach dem Amtsantritt des neuen VW-Chefs Martin Winterkorn dem Audi-Designer Walter de Silva weichen musste. Der Italiener und sein Team – vor allem der für die Marke Volkswagen verantwortliche Klaus Bischoff – haben nun diesem CC mit einem Facelifting die Front- und die Heckpartie umgearbeitet.

In erster Linie ging es darum, auch diesem Modell – nennen wir es ruhig mal so – die typische „VW-Design-DNA“ zu verpassen. Ziel ist es ja, dass alle Volkswagen das gleiche „Gesicht“ und die gleichen Styling-Elemente haben – wenn auch unterschiedlich interpretiert. Der Gesamteindruck dieses CC ist jetzt deutlich dynamischer und – unter anderem wegen des Chromeinsatzes am Bug – auch viel hochwertiger. Subjektiv betrachtet strahlen die Audi-Coupés aber doch mehr Emotionalität aus.

Viel High-Tech an Bord

Zu dem CC-Trend in Richtung Oberklasse passt die deutlich erweiterte Serienausstattung. Sie umfasst jetzt u.a. Bi-Xenonscheinwerfer, statisches Abbiegelicht, Müdigkeitserkennung. Auch neue Assistenzsysteme sind verfügbar. Wie etwa Side-Lane-Assist (warnt vor Fahrzeugen im toten Winkel) oder kameragestützte Verkehrszeichenerkennung.

Sechs Motoren stehen zur Wahl – bis hinauf zu 300 PS/220 kW. Alle Diesel sind serienmäßig mit dem Start-Stopp-System und Rekuperationsmodus (Bremsenergie-Rückgewinnung) ausgerüstet. Die Preise beginnen bei 31 800 Euro (1,8-TSI).

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