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Licht aus, Spot an im neuen Stadion

21 000 Zuschauer bei der feierlichen Eröffnung

Alexandra Ritter

"Licht aus, Spot an", hieß es gestern um 19.19 Uhr nach nur 18 Monaten Bauzeit in der Wolfsburger Volkswagen-Arena. Dick eingemummelt in Daunenjacken, Schals, Mützen und Handschuhe, von außen in Decken gehüllt und von innen gewärmt mit Glühwein, erlebten gestern Abend 21 000 Zuschauer bei eisiger Kälte die Eröffnungsfeier des neuen VfL-Stadions mit.

Umjubelte Konzerte der Bands A-ha und Fury in the Slaughterhouse, welche bei einem vorzeitig losgegangenen Bühnenfeuerwerk gerade noch glimpflich davonkamen, die Vorstellung der Fanclubs, Jugendmannschaften und Traditionsteams, dazu Talkrunden, moderiert von Wolf-Dieter Poschmann (ZDF) und Feuerwerk zum Abschluss gegen 22 Uhr – die erste große Herausforderung in der neuen Arena meisterte der Erstligist trotz kleinerer Pannen mit Bravour.

"Nicht nur die Bundesliga-Heimspiele werden vor traumhafter Kulisse stattfinden. Auch für Länderspiele oder andere Spiele im europäischen Wettbewerb wird sich die VW-Arena als Fußballstätte ersten Ranges empfehlen. Die Fußballnation kann jetzt erwartungsvoll nach Wolfsburg blicken", urteilte Wolfsburgs Oberbürgermeister Rolf Schnellecke über das 53-MillionenEuro-Projekt, dessen Kosten sich die Stadt Wolfsburg und VW teilen.

Hörbar stolz war Dr. Bernd Pischetsrieder, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG. "Wir haben schon viel auf die Beine gestellt. Das Stadion war schnell gebaut – das ist das Geheimnis von Erfolg", sagte er und schob nach: "Die Bedeutung der Volkswagen-Arena geht weit über die Aufwertung der Stadt und die Erhöhung des Freizeitwertes der Region durch Einbindung in das Projekt Erlebniswelt Allerpark hinaus." Mit dem Großprojekt will Pischetsrieder auch für Beschäftigung sorgen. "Während der Bauphase konnten Hunderte von Arbeitsplätzen in der Bauindustrie gesichert werden, nach Inbetriebnahme wird eine Reihe von neuen Vollzeit- und Teilzeit-Arbeitsplätzen geschaffen."

Etwa 100 Firmen, zum Teil aus der Region, waren am Bau beteiligt, gossen nach dem Spatenstich am 18. Mai 2001 zum Beispiel 12 500 Kubikmeter Beton, legten 7500 Quadratmeter Rasen und installierten 192 Scheinwerfer, 160 Monitoranschlüsse, 108 Lautsprecherboxen und 400 Rauchmelder. 56 Kilometer Rohr wurden allein für die Rasenheizung unter dem Spielfeld und dem Trainingsplatz verlegt. Zwölf Kameras überwachen die Fans auf dem gesamten Areal. Die Bilder werden in den Raum der Polizei im Stadion übertragen.

Am Mittwochabend durften die Wolfsburger Kicker erstmals unter Flutlicht in der neuen Arena trainieren. Am Sonntag will der Bundesligist beim ersten Spiel im neuen Stadion gegen den VfB Stuttgart (17.30 Uhr) für einen gelungenen Jahresabschluss sorgen.

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Veröffentlicht: 13.12.2002 - 22:01 Uhr
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