Ein Polizist kämpft gegen die Atommafia
2010-03-12T08:25:00+0100Mel Gibson ermittelt in dem vorhersehbar gestrickten Politthriller "Auftrag Rache". Polizist Thomas Craven versucht den Mord an seiner Tochter aufzuklären, die gegen undurchsichtige Machenschaften der Nuklearindustrie kämpfte.
Er hat alles verloren. Killer haben seine Tochter vor seinen Augen erschossen – und dabei vermutlich ihn, den Polizisten Thomas Craven, gemeint. Die Ermittlungen verlaufen im Sande. So nimmt Craven das Gesetz in die eigene Hand.
Er will seinen "Auftrag Rache" erfüllen, wie der Thriller von Actionspezialist Martin Campbell heißt. Der Anfang des Films, wenn drei Wasserleichen in einem See auftauchen, deutet es bereits an: Es geht äußerst brutal zur Sache. Am Ende pflastern Leichen den Weg des einsamen Racheengels.
Der Streifen basiert auf einer BBC-Serie von 1985, bei der Campbell ebenfalls Regie führte. Damals waren nukleare Bedrohung und militärische Aufrüstung eion viel diskutiertes Thema. Heute wirkt der Plot über eine Waffenfirma, die skrupellos Atombomben verkauft und damit den Weltfrieden gefährdet, seltsam altbacken.
Der Zuschauer ist längst auf der richtigen Fährte, während die Polizei noch im Dunkeln tappt. Überraschungen sind ausgeschlossen: Wer finster blickt, hat Dreck am Stecken.
Die Spannungsschraube wird in "Auftrag Rache" viel zu schnell angezogen. Einzig Ray Winstone wirft als undurchschaubarer Regierungsberater schwer zu beantwortende Fragen auf, die dem Film gut tun.
Mel Gibson hat in der arg komprimierten Politthriller-Handlung einen schwereren Stand – was nützt es schon, ein Komplott aufzudecken, das für den Zuschauer nie im Verborgenen war.
läuft in Braunschweig, Goslar, Salzgitter, Wolfenbüttel un Wolfsburg

